– Gute zweite Halbzeit führt zum knappen 30:31 (17:14) Erfolg –

Auch wenn man sich als Fan vor dem Bildschirm einen guten und spannenden „Handballabend“ wünscht, ist damit aber auch der Wunsch verbunden, dass er weniger Nervenaufreibend verläuft. Das durfte angesichts der Mannschaftsaufstellung nicht unbedingt erwartet werden, was auch der Spielverlauf bestätigte. An der Qualität an Kreisspielern mangelte es nicht, die Erfahrungsgemäß dann so richtig zum Einsatz kommen, wenn der Rückraum druckvoll spielt, die Abwehr entsprechend agieren muss und so durch gute Anspiele die Lücken am Kreis genutzt werden können. An der Qualität in unserem Rückraum mangelte es nicht, aber mit nur drei gesunden Rückraumspielern – Leindl, Engelmann und Riemschneider – war dieser für eine gesamte Spielzeit unterdurchschnittlich besetzt. Lobend darf erwähnt werden, dass sich Josy Stumpf trotz einer Wadenverletzung in den Dienst der Mannschaft stellte und so zumindest zeitweise seine Mitspieler entlasten konnte.

Seitens der TVS-Kommentatoren wurde der 15-köpfige Kader mit seinen sechs Kreisläufern und drei Torhütern auch dahingehend kommentiert, dass dies als Chance für den TVS gesehen werden muss. Gespannt waren sie auf die taktische Maßnahme von Trainer Martin Wild, der von Beginn an mit dem siebten Feldspieler agierte, obwohl er diese taktische Variante eigentlich nicht so „liebt“. Auch wenn diese Variante dem Rückraum eigentlich mehr „Freiraum“ gibt, weil sich die Abwehr daneben auf einen zweiten Kreisläufer konzentrieren muss, setzt sich die Mannschaft damit ebenfalls der Gefahr aus, dass der Gegner nach einem Ballgewinn zu „einfachen“ Toren kommt, da der eigene Torhüter fehlt.

Trotz des einen und anderen Ballverlustes konnten die Gastgeber von dem „leeren“ Tor zunächst nicht profitieren, so dass unser Team immer in „Schlagdistanz“ blieb. Beim Stand von 8:8 in der 15. Minute hatten wir sogar die Gelegenheit in Führung zu gehen. Das glückte zu dem Zeitpunkt noch nicht. Als der TVS danach sein Visier für das leere Tor besser eingestellt hatte, konnten sie mit ihren Fans bis zur 23. Minute sogar eine 14:10 Führung bejubeln. Dieser Rückstand konnte bis zur Halbzeit noch auf 17:14 verkürzt werden.

Musste man in der ersten Halbzeit der einen und anderen vergebenen Chance nachtrauern, holte dies die Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit nach. Mit einem 6:0 Lauf gelang der Mannschaft und Kapitän Yannick Engelmann innerhalb von sechs Minuten eine 17:20 Führung. Dies konterte der TVS mit vier Toren, so dass die Gastgeber in der 41. Minute wieder mit 21:20 in Führung lagen. Jetzt entwickelte sich ein „offener“ Schlagabtausch, in dem unser Team Moral und Einsatzwillen zeigte. Neben Yannick Engelmann im Rückraum (8 Tore) waren es vor allem Valentin Schell und Marco Silvestri auf den Außenbahnen, die mit jeweils fünf Toren ihren Teil zum Erfolg beitrugen. Wenn sich schon am Kreis keine Lücken mehr auftaten, erzielt man als Kreisspieler auch mal ein Tor aus dem Rückraum, wie z.B. das 26:28 durch Cedric Riesner in der 50. Minute, was auch den Kommentatoren aufgefallen ist. Cedrik gelang auch das letzte Tor für die Panther zum 28:31. War es zumindest in der zweiten Halbzeit so, dass unser Team auf ein Gegentor immer eine Antwort hatte, setzten sie in den letzten viereinhalb Minuten ihre Fans noch auf eine richtige Gedulds- und Nervenprobe. Eine gute Parade des TVS-Torhüters und einen technischen Fehler nutzten die Gastgeber zu zwei Toren und den 30:31 Anschluss. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 90 Sekunden zu spielen. Eigentlich Zeit genug zum entscheidenden Treffer, aber auch womöglich zu lange, um den Ball bis zum Schlusspfiff in den eigenen Reihen zu halten. Trotz vieler Proteste des TVS gelang das unserem Team, so dass letztlich, auch angesichts der personellen Situation, ein vielleicht etwas glücklicher, aber nicht unverdienter 30:31 Sieg gefeiert werden konnte.

Damit verteidigte die Mannschaft die alleinige Tabellenführung und kann dies nächste Woche gegen den HC Oppenweiler/Backnang bestätigten. Ohne die Leistung des Aufsteigers aus Baden-Baden zu schmälern, die immerhin zuhause auch den VfL Pfullingen besiegen konnten und Auswärts bei den Rhein-Neckar-Löwen für eine Überraschung sorgten, werden wir am Samstag vermutlich auf eine spielstärkere Mannschaft treffen. Bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin die Verletztenliste ein wenig verringert und so auch eine Entlastung für die einzelnen Spieler möglich ist.

Samstag, 10.12.2022, 19:30 Uhr      TuS Panther – HC Oppenweiler/Backnang

Tor:  Michael Luderschmid, Sebastian Almendinger, Ivan Bilic,

Alexander Leindl (1), Yannick Engelmann (8), Johannes Stumpf (1/1), Florian Scheerer (1), Manuel Riemschneider (4), Benedikt Damm (1), Tobias Prestele, Ole Schwagerus (1), Cedric Rießner (4), Marco Silvestri (5), Valentin Schell (5), Julian Prause,