Fehlenden Kampfgeist kann man den Panthern nicht absprechen. Selbst als sie zehn Minuten vor Schluss mit sieben Toren in Hintertreffen lagen, gaben sie sich gegen die TSB Heilbronn-Horkheim nicht auf. Eine Aufholjagd brachte sie noch einmal auf drei Tore heran. Zu mehr reichte es bei der 41:44 (17:23)-Niederlage aber nicht mehr.
Es war vor allem ein Taktik-Kniff von Gästecoach Oliver Heß, der den Unterschied machte – weshalb Heß auch von einem „Game Changer“ sprach: Er brachte einen siebten Feldspieler. Und damit kamen die Panther gar nicht zurecht. Nach starkem Start verspielten sie in nur zehn Minuten eine 14:11-Fürhung und lagen stattdessen mit 17:25 hinten – ein bitterer 3:14-Lauf.
„Horkheim war mit dem siebten Feldspieler top, sie haben für solche Situationen auch super Entscheidungsträger im Team“, lobte Panthercoach Dennis Daschevski den Spielaufbau der Gäste mit einem Feldspieler mehr.
Dazu kam, dass die Panther für ihre eigenen Zwei-Minuten-Strafen postwendend bestraft wurden. Wie üblich ersetzte Daschevski in diesen Situationen den Torhüter für einen weiteren Feldspieler. „Aber da haben wir sehr einfache Fehler gemacht“, sagte er. So kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren – darunter gleich vier Treffer ihres Torhüters Marco Bitz.
Nachdem die Panther ab der kommenden Saison eine Spielgemeinschaft mit der HG München eingehen und als Münchner Panther firmieren werden, empfand Daschevski die Niederlage als besonders bitter. Grund: „Weil es eines der letzten Spiele im klassischen Verein war“.
Panther: Vistica 1, Müller, Kussmaul 1; Bernhard 11/3, Ruhwandl, Hlawatsch 3, Ehrlinger 2, Van de Maele 5, Steinbrecher 1, Lühr, Günther 1, Weigl 7, Hasekamp 3, Wesinger, Auer, Elschner 6