Nach dem Pokalsieg gegen Würzburg und dem Ligaerfolg gegen Baden-Baden zum Start in die neue Saison wartet auf die Panther jetzt ein richtiger Stresstest: Am Sonntag steht um 20 Uhr die Partie beim HC Oppenweiler/Backnang auf dem Programm. Die Gastgeber gehen die Saison zumindest verbal sehr offensiv an. „Und das sind sie nicht ohne Grund“, sagt Panthercoach Martin Wild. Nicht nur für ihn gehören die Baden-Württemberger zu den Favoriten auf den Aufstieg.

In Oppenweiler hat man recht klare Vorstellungen von der Zukunft: Die Baden-Württemberger wollen „in spätestens drei Jahren die 2. Bundesliga aufmischen“. Dafür wurde auf dem Transfermarkt geklotzt: Tim Dahlhaus (Bietigheim), Martin Schmiedt (Hildesheim), Alexander Schmid (Pfullingen), Daniel Schliedermann (Willstätt) und Marc Godon (Hannover) verstärken Oppenweiler. „Die haben fast eine neue erste Sechs verpflichtet“, sagt Wild.

Vor allem der Defensivblock und die Torhüter schätzt der Panthercoach extrem stark ein. „Das ist sicher ihr Prunkstück.“ Den Beweis erbrachte Oppenweiler am ersten Spieltag, als die Mannschaft gegen die Reserve der Rhein Neckar Löwen nur 20 Tore zuließ. Um diese Qualitäten auf die Platte zu bringen, haben die Baden-Württemberger ihren Etat noch einmal deutlich erhöht.

Doch die Panther haben offenbar nicht vor, sich davon einschüchtern zu lassen. Wild weiß zwar, dass Oppenweiler am Samstag bei vielen als Favorit gilt. „Aber ich erwarte ein völlig offenes Spiel“, sagt der Pantherdompteur. Schon in der Vergangenheit habe man es geschafft, Oppenweiler das Pantherspiel aufzudrücken.

Die Motivation bei den Panthern ist jedenfalls groß. Schon zu Beginn der Woche hat Wild „ein gewisses Kribbeln“ im Training verspürt. Doch nicht nur mit Leidenschaft und Einsatz wollen die Brucker dem vermeintlich übermächtigen Gegner Paroli bieten. Auch taktisch wurde hart gearbeitet. „Wir haben ein paar Stellen in der Abwehr von Oppenweiler gesehen, wo wir sie packen können“, sagt Wild.

Personell plagen die Panther vor dem Topspiel keine Sorgen. Wild kann auf den gleichen Kader bauen, der Würzburg und Baden-Baden geschlagen hat.

Andreas Daschner