Die Panther zeigen wieder ihre Krallen: Eine Woche vor dem ersten Drittligaspiel beginnt die Saison für die Brucker Handballer mit einem Pokalhit: Am Samstag, 17 Uhr, kommen die Wölfe Würzburg in den Pantherkäfig. Für alle, die die Handballszene nicht so genau beobachten: Die Gäste sind niemand anderes als die Wölfe aus Rimpar. Die haben sich kurzerhand einen neuen Namen gegeben.

Das Image aufzupolieren, ist das Ziel der Würzburger: weg vom Dorfverein und hin zu Mainfrankens Aushängeschild. Nicht mehr nur mit der Heimat Rimpar will man in Verbindung gebracht werden, sondern auch mit der 130.000-Einwohner-Stadt Würzburg. Die Panther haben indessen bereits Bekanntschaft mit den neu ausgerichteten Wölfen gemacht: In einem Testspiel kurz vor dem Pokalhit gingen sie als Sieger vom Feld.

„Es ist ungewöhnlich, dass so man so kurz vor einem Pflichtspiel ein Testspiel gegen den gleichen Gegner absolviert“, sagt Panthercoach Martin Wild. Aber die Partie sei lange vor der Pokalauslosung vereinbart worden. Absagen wollte man sie deswegen nicht – zumal beide Teams auch keine großen Geheimnisse voreinander hätten. „Man kennt sich“, sagt Wild.

Außerdem haben beide Teams noch Asse im Ärmel, die sie im Test noch nicht ausgespielt haben. Bei den Panthern hatten Tobias Prestele, Neuzugang Jonas Link und Sebastian Meinzer gefehlt. „Und auch bei Würzburg haben zwei Spieler gefehlt“, sagt der Panthercoach.

Bei der Neuauflage unter Pflichtspielbedingungen erwartet Wild einen offenen Schlagabtausch – mit Vorteilen für die Franken. Den trotz des Sieges hätten die Wölfe gezeigt, warum sie in der 2. Bundesliga spielen, die Panther hingegen nur in der 3. Liga. „Phasenweise war Würzburg extrem dominant“, sagt Wild.

Das heißt aber nicht, dass sich die Brucker kampflos ergeben. Denn auch wenn der Chefcoach immer noch damit beschäftigt ist, gleich acht Neuzugänge zu integrieren, will er als klassentieferer Verein nicht wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren. Wild: „Ich sehe durchaus auch Chancen für uns, die zweite Pokalrunde zu erreichen.“

Andreas Daschner