Die Panther stehen mit 20:2 Punkten derzeit auf dem zweiten Platz. Willstätt muss mit 11:11 Zählern dagegen bangen, nicht in die Abstiegsrunde abzurutschen. Am Sonntag, 17 Uhr, treffen beide Teams zum Rückrundenauftakt in Baden-Württemberg aufeinander. Während der TuS sich also im Höhenflug befindet, könnten Anspruch und Wirklichkeit bei Willstätt kaum weiter auseinander liegen.

Beim 28:27-Sieg der Panther im Hinspiel sah es auf dem Feld noch so aus, als ob Willstätts Coach Ole Andersen recht behalten könnte. Er hatte erklärt, dass er seine Mannschaft und den TuS am Saisonende punktemäßig gleichauf erwartet. Und in der Tat war das Hinspiel eine enge Kiste, bei dem vor allem Panther-Hexer Louis Oberosler den Unterschied gemacht hatte. Doch nach dem knappen Krimi trennten sich die sportlichen Wege der beiden Teams.

„Willstätt ist bislang die Mannschaft, die am meisten hinter den Erwartungen zurück blieb“, sagt auch TuS-Coach Martin Wild. Für nur 11:11 Punkte sei der Kader der Sonntags-Gastgeber eigentlich zu stark. „In der Breite sehe ich Willstätts Kader sogar ähnlich stark wie den von Konstanz“, sagt Wild. Allerdings könne die Mannschaft offenbar nicht das Optimale aus sich herausholen.

Trotzdem erwartet der Pantherdompteur mindestens ein Fifty-fifty-Spiel. „Es wird sehr schwer – auch wenn die Tabelle etwas anderes aussagt.“ Zumal die Willstätte zuletzt angedeutet haben, dass sie langsam ins Rollen kommen. Ein Punkt vor zwei Wochen in Kornwestheim ist jedenfalls aller Ehren wert. Am vergangenen Wochenende gelang Willstätt dann sogar ein Sieg gegen Pfullingen, der Wild gar nicht so sehr überraschte: „Die Mannschaft hat Qualität und zeigt nun, dass sie die auch abrufen können.“

Am Sonntag müssen sie das allerdings ohne Zuschauer tun. Die Gastgeber haben beschlossen, angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen ein Gesiterspiel auszutragen. „Beim TV Willstätt hat man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Verantwortung des Vereins für die Gesundheit der Besucher überwog“, heißt es auf der Homepage der Baden-Württemberger.

Personell kann Wild bei dem Spiel wieder auf Tim Kaulitz bauen. Der Flügelspieler konnte unter der Woche zumindest wieder dosiert trainieren. „Für einen Kurzeinsatz sollte es reichen“, sagt der Panthercoach. Verzichten muss er hingegen auf den privat verhinderten Tobias Prestele. Stephan Seitz und Max Horner sollen die Lücke in der Defensive schließen. „Das Spiel wird also auch wieder eine Kraftfrage“, sagt Wild.

Andreas Daschner