Sogar Gästecoach Johannes Wohlrab sprach nach dem 32:28 (15:14)-Sieg der Panther gegen Hüttenberg lobende Worte in Richtung der Fürstenfeldbrucker. Das und das Spiel an sich waren laut TuS-Coach Martin Wild „Balsam auf die Seele meiner Jungs“. Nach einer Woche Katerstimmung hätte die Mannschaft eine sensationelle Reaktion gezeigt.

Dass die Truppe durch seine Worte – Wild hatte nach der jüngsten Niederlage einen ehrenvollen Abschied aus der 2. Bundesliga gefordert – zusätzlich motiviert wurde, glaubt er aber nicht. „Die Jungs sind von sich aus motiviert und wollen Spiele gewinnen.“ Und das zeigten sie gegen Hüttenberg in beeindruckender Manier – mit „erstaunlich frischen Beinen und freiem Kopf“, so Wild.

Eine bissige Abwehr und ein Stefan Hanemann im Tor, der wichtige Paraden zeigte, legten den Grundstock für den späteren Sieg. Schon während Halbzeit eins führten die Panther phasenweise mit fünf Toren, ehe Hüttenberg in einer durch viele Zeitstrafen auf beiden Seiten zerfahrenen Schlussphase wieder auf Tor herankamen.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste das Spiel sogar ausgleichen – 17:17 beziehungsweise 18:18. Aber auch davon ließen sich die Panther nicht beeindrucken. „Die Jungs waren heute im Kollektiv extrem stark, haben den Sieg unbedingt gewollt und alles reingehauen, was sie noch im Tank hatten“, sagte Wild. Und so blieb das 18:18 der letzte ausgeglichene Spielstand der Partie. Auf mehr als einen Treffer kam Hüttenberg danach nicht mehr heran.

Am Ende sprachen beide Trainer unisono von einem verdienten Brucker Sieg. Und wenn es nach Wild geht, soll es nicht der letzte gewesen sein. Denn ein Ziel hat der Übungsleiter trotz des kaum noch zu vermeidenden Abstiegs noch: „Wir wollen die 20 Punkte noch knacken.“ Derzeit sind es 17 Zähler. Um das Ziel zu erreichen, muss auch einer der letzten beiden Auswärtspartien der Spielzeit noch mindestens ein Punkt her.

Und für das finale Heimspiel gegen Hamm am 26. Juni wünscht sich Wild, dass sich die Infektionszahlen in der Coronapandemie weiter gut entwickeln und seine Mannschaft noch einmal mit etwas belohnt wird, das sie in dieser Spielzeit nur vom ersten Spieltag gegen Eisenach kennen: nämlich mit den Anfeuerungen von wenigstens 200 bis 300 Zuschauern.

Andreas Daschner