Dass der Klassenerhalt nicht mehr realistisch ist, weiß man bei den Panthern inzwischen. „Diese Frage ist entschieden, das hat jeder erkannt“, sagt Trainer Martin Wild. Einen Haken wolle man hinter die Saison aber noch nicht setzen. Vielmehr geht es nun darum, sich in den verbleibenden fünf Partien achtbar aus der 2. Bundesliga zu verabschieden.

Dass das am Samstag in Großwallstadt erneut eine harte Aufgabe wird, ist dem Brucker Coach durchaus bewusst. „Wir werden alles geben . Es wird aber immer schwerer.“ Häufig hätte seine Mannschaft zuletzt über dem Limit gespielt. „Jetzt stoßen die Jungs mental und körperlich an ihre Grenzen.“ Dass es nach der zweithöchsten Saisonpleite gegen Ferndorf nur zwei Tage Pause gab, war dabei wenig hilfreich. „Da kann man sich kaum regenerieren.“

Besonders bemerkbar macht sich das bei Abwehrchef Korbinian Lex, der wegen eines Pferdekusses vor dem Großwallstadt-Spiel gar nicht trainieren konnte. Er will aber dennoch auf die Zähne beißen und die Fahrt mit antreten. Für ihn gilt das gleiche, wie für den Rest des Teams: Man wolle „alles raus hauen, was noch im Tank ist“, sagt Wild und hofft auf einen Effekt, den man aus einer anderen Sportart kennt. „Angeschlagene Boxer schaffen häufig was Überraschendes“.

Positive Nachrichten gibt es abseits des Ligageschehens: Wild wird auch im wahrscheinlichen Fall der Drittklassigkeit in der kommenden Saison beim TuS an der Seitenlinie stehen. „Wir haben Gespräche geführt, ich werde weiter Trainer bleiben“, verkündet der Übungsleiter. Dabei wird er einen größeren Umbruch im Kader verkraften müssen.

Zweitliga-Topscorer Falk Kolodziej zieht es ebenso weg wie Torhüter Stefan Hanemann. Johannes Stumpf will seine Karriere beenden. Und auch Kreisläufer Johannes „Danger“ Borschel wechselt das Metier und wird Trainer in Allach. „Wir schauen nach Verstärkungen“, sagt Wild. Aber der Spielermarkt sei leer gefegt. Deshalb wird man in Bruck auch weiter auf jungen Talente setzen. Als erster Neuzugang für die kommende Spielzeit steht Rückraumspieler Philipp Hlawatsch von Allachs U19-Bundesligatruppe fest.

Andreas Daschner