Nach vier Heimspielen in Folge steht für die Panther am Mittwochabend mal wieder eine Partie in der Ferne auf dem Programm. Beim ASV Hamm-Westfalen trifft die Mannschaft von Trainer Martin Wild auf einen deutlich angeschlagenen Favoriten. Den Panthercoach plagen aber auch selbst Probleme.

Bei den Experten galt Hamm vor der Saison als einer der Aufstiegsfavoriten. Doch die Spielzeit läuft für die Westfalen alles andere als nach Wunsch. Gerade einmal fünf Siege und ein Remis stehen nach 13 Partien zu Buche. Mit 11:15 Punkten belegt Hamm lediglich Rang 15 – weit hinter den eigenen Ansprüchen.

Woran es bei den Westfalen krankt, darüber will sich Panthercoach Wild kein Urteil erlauben. „Ich kenne eine Spieler und auch den Trainer nicht“, sagt er. So bleibt Wild lediglich das Videostudium, um sich ein Bild vom Gegner zu machen. Dabei hat der Brucker Übungsleiter zumindest erkannt, wo das Hammer Problem nicht liegt – nämlich in der Abwehr.

Mit nicht einmal 25 Gegentoren im Schnitt machen die Westfalen den gegnerischen Angreifern das Leben schwer. „Große und robuste Jungs“ hat Wild in der gegnerischen Defensivreihe ausgemacht. „Da müssen wir gute Lösungen finden.“ Das alleine reicht aber nicht. Denn dass sich die Panther Chancen herausspielen können, haben sie auch bei den jüngsten vier Niederlagen bewiesen. Aber in der Verwertung haperte es zuletzt arg. Wild: „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen und vor allem den Abschluss beim Tempogegenstoß deutlich verbessern.“

Mit der eigenen Defensivarbeit war der Coach zuletzt ohnehin zufrieden. „Diese Leistungen wollen wir wieder abrufen.“ Wobei sich Abwehrchef Korbinian Lex und seine Nebenleute nicht auf einen ausgemachten Torjäger konzentrieren könne. Gleich sechs Spieler des ASV Hamm haben zwischen 30 und 42 Toren erzielt – die besten mit dem genannten Höchstwert sind Marian Orlowski und Fabian Huesmann.

Wild muss indessen bei den Westfalen auf zwei weitere Spieler verzichten. Linksaußen Tim Kaulitz hat sich einen Mittelhandknochen gebrochen und wird mehrere Wochen ausfallen. Sebastian Meinzer kann die Fahrt – hin mit dem Zug, zurück in der Nacht mit dem Bus – aus beruflichen Gründen nicht mit antreten. Johannes Stumpf und Max Horner sind weiter angeschlagen, wollen aber auf die Zähne beißen. Die Devise von Wild für das Spiel: „Die Pobacken zusammenkneifen, Augen zu und durch!“

Andreas Daschner