Wie bitter: Zum dritten Mal in den vergangenen vier Spielen kassierten die Panther beim 26:27 (12:14) beim HSV Hamburg eine Niederlage mit nur einem Tor Unterschied. Doch nachdem sich der erste Frust unmittelbar nach dem Schlusspfiff gelegt hatte, überwog bei Trainer Martin Wild der Stolz auf seine Mannschaft: „Wir sind endgültig in der Liga angekommen.“

Die Hamburger waren als großer Favorit in die Partie gegangen – zumal Wild auf die Verletzten Johannes Stumpf, Max Horner und Alexander Leindl verzichten musste. Außerdem zerschlug sich auch die Hoffnung, dass der beruflich verhinderte Sebastian Meinzer vielleicht doch noch mit in den hohen Norden fahren kann.

„Vor diesem Hintergrund hat meine Mannschaft eine sensationelle Leistung gezeigt“, sagte Wild. Herausragend war einmal mehr Falk Kolodziej, der als Spielmacher klug die Fäden zog. Stephan Seitz füllte wie schon beim Sieg gegen Elbflorenz die Lücke im rechten Rückraum aus, die Horners Blessur hinterlassen hat. „Stark, wie abgebrüht er das mit seinen 18 Jahren gemacht hat“, sagt Wild. Mindestens ebenso stark wie die anderen Youngster Cedric Riesner, Tim Kaulitz und der erst kürzlich von einem Kreuzbandriss zurückgekommene Benedikt Hack.

Dass es trotz des starken Auftritts und einer zwischenzeitlichen 10:6-Führung nicht zum Punktgewinn gereicht hat, war in einer extrem bitteren Schlussphase begründet, in der auch die Schiedsrichter im Fokus standen. Trotz Brucker Auszeit hatte das Duo die Partie in einer Szene weiterlaufen lassen. In einer anderen monierte Wild einen klaren Schrittfehler der Hamburger, doch der Pfiff blieb aus.

Und so stellte sich am Ende eine kurze Phase zwischen der 37. und 41. Minute als vielleicht entscheidend heraus, als die Hamburger von 16:16 auf 19:16 davonzogen. Zwar konnten Kaulitz und Seitz bis zur 53. Minute von 20:23 auf 22:23 verkürzen. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. Trotzdem: „Wir können viele positive Sachen aus diesem Spiel mitnehmen“, sagt Wild.

Andreas Daschner