Das ist das Ding! Die Panther haben ihren ersten Sieg im Profi-Handball eingefahren. Mit 33:30 (15:13) hat das Rudel von Coach Martin Wild gegen den HC Elbflorenz 2006 im sechsten Anlauf die ersten beiden Punkte in der 2. Bundesliga auf die Haben-Seite geschrieben.

Eines ist für Wild klar: „Der Sieg ist sowas von verdient!“ Vor allem, da seine Mannschaft fast 40 Minuten ohne die beiden besten Torschützen auskommen musste. In der achten Minute verließ Johannes Stumpf mit einer Knieverletzung das Feld. In Minute 20 folgte ihm Max Horner, vor dem spielfreien vergangenen Wochenende noch viertbester Torjäger der Liga mit 27 Toren und Mitglied der Mannschaft der Woche. Ihn hatte es am Ellbogen erwischt.

Bis zum Verletzungsschock dominierten die Panther die Dresdner regelrecht. Ganze drei Gegentore bis zur 16. Minute – verbunden mit einer 10:3-Führung für den TuS – sprechen eine klare Sprache. Danach stellte Gästecoach Rico Göde auf eine offensivere Abwehrvariante um, von der sich die Panther auch unter dem Eindruck der Verletzungen zunächst beeindrucken ließen.

Zudem missriet auch wieder der Start in die zweite Halbzeit, sodass Elbflorenz in der 40. Minute erstmals in Führung ging. Doch dann zeigten die Panther laut ihrem Coach „eine absolute Energieleistung“. Schlüsselspieler war dabei Regisseur Falk Kolodziej, der in überragender Weise die Fäden im Rückraum zog.

Ein Schachzug von Wild füllte außerdem die Lücke, die Verletzung von Horner hinterlassen hatte. „Erst habe ich mich nicht getraut, Stephan Seitz auf die halbrechte Position zu stellen“, sagt der TuS-Coach. Doch dann tat er es doch, und der erst 18-jährige Youngster dankte es ihm mit einem hervorragenden Spiel auf dieser Position.

Letztlich ließen sich die Panther auch von einem dritten Ausfall nicht mehr ausbremsen: Urgestein Tobias Prestele knallte bei einer Abwehraktion mit dem Rücken auf den Boden und musste von Yannick Engelmann und Kapitän Korbinian Lex vom Feld geführt werden. Immerhin da konnte Wild nach dem Spiel Teilentwarnung geben: „So wie ich den Tobias kenne, steckt er das weg.“

Am Ende attestierte der Coach seiner gesamten Mannschaft eine phantastische Leistung. „Der Angriff war gut, wir konnten unser Tempospiel aufziehen und haben mutig weitergespielt, auch in einer Phase als es nicht so funktioniert hat.“ Letztlich fühlte der Coach gar nicht so sehr Erleichterung über den ersten Sieg nach dem Aufstieg. „Es ist wirklich Stolz, ich bin stolz auf meine Jungs.“

Andreas Daschner