– Ein Wechselbad der Gefühle mit einem guten und verdienten Ende beim 31:29 (17:12) Erfolg über den VfL Pfullingen –

Auf die Frage bei der Pressekonferenz, was den beiden Trainern am Spiel ihrer Mannschaften gefallen bzw. nicht so gefallen hat antwortete der Trainer des VfL, Frederik Griesbach, dass er seiner Mannschaft in punkto Einsatz und Willen keinen Vorwurf machen könne, sie sich in der entscheidenden Phase in der zweiten Halbzeit, als das Spiel zu ihren Gunsten zu kippen schien, aber nicht clever genug angestellt hätten. Dabei verwies er auch nochmals darauf, dass fünf Tore Rückstand im Handball, so wie es zur Halbzeit der Fall war, gar nichts zu bedeuten hätten und mit entsprechender Einstellung sehr schnell eine Wende herbeigeführt werden kann. Trainer Martin Wild war mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden, in der die Fans ein temporeiches Spiel zu sehen bekamen, sein Team kompakt in der Abwehr stand und im Angriff nur wenig Fehler machte. In der zweiten Halbzeit ging ein wenig die Linie verloren und lobt dabei auch den Pfullinger Torhüter, der mit einigen Paraden sein Team wieder ins Spiel brachte. Lobend hob er für sein Team hervor, dass sie in der Phase, als teilweise nur drei Spieler auf dem Feld waren, mit Kampf und Einsatz einen höheren Rückstand vermieden haben und auch Michael Luderschmid seinem Team mit prächtigen Paraden den notwendigen Rückhalt gab. Auch wenn die zweite Halbzeit spielerisch und technisch nicht das Niveau der ersten Halbzeit hatte, so war diese von der Emotionalität und der Spannung geprägt, was den Fans auch gefallen hat.

Bei der Besprechung zum Spiel des VfL wies Trainer Martin Wild nochmals auf das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff hin, was seinem Team im Hinspiel größere Probleme bereitete. Das sollte möglichst unterbunden werden, was in der ersten Halbzeit auch sehr gut gelang. Das Spiel beider Teams war ähnlich angelegt, so dass die Zuschauer ein schnelles und temporeiches Spiel zu sehen bekamen, das bis zum 8:8 in der 15. Minute ausgeglichen verlief. Trotz zweier Überzahlsituationen konnte dies unser Team nicht nutzen, da den Gästen durch geschickte Anspiele auch immer ein Tor gelang.

Nach der 9:8 Führung in der 19. Minute nutze unser Team kleine Fehler der Gäste durch Konter aus und schaffte bis zur 23. Minute eine 12:8 Führung. Auch wenn Falk Kolodziej selbst weniger als Torschütze in Erscheinung trat, führte er geschickt Regie und setzte mit dem Treffer zum 17:12 Halbzeitstand seiner Leistung gewissermaßen die Krone auf. In der hünenhaften Mauer fand er mit einem Seitfallwurf in der Mitte eine Lücke und wuchtete den Ball an dem verdutzen Torhüter vorbei in die Maschen, was auch die Fans mit entsprechendem Applaus bedachten.

Eigentlich machte die Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts anderes als in der ersten und trotzdem stand es in der 36. Minute plötzlich 18:18. In dieser Phase hatte Alexander Leindl mit zwei Pfostentreffern großes Pech und dazu vereitelte der VfL-Torhüter zwei gute Chancen. Plötzlich funktionierte auch das schnelle Spiel nach vorne ganz anders, so dass die Gäste zu „leichten“ Toren kamen und wieder im Spiel waren. Durch die Tore von Sebastian Meinzer, Frederik Hartz und Falk Kolodziej konnte zwar immer wieder die Führung erzielt werden, die aber postwendend ausgeglichen wurde. So verlief das Spiel bis zur 43. Minute und dem 21:21 ausgeglichen, ehe sich die Ereignisse überschlugen und die Halle „zum Kochen“ gebracht wurde. Konnte man das etwas ungestüme Abwehrverhalten und die folgende Zweiminutenstrafe für Max Horner noch nachvollziehen, kochte die „Panther-Seele“ über, als Trainer Martin Wild für eine Reklamation ebenfalls eine Zeitstrafe erhielt. Vorangegangen war ein Faul an Josy Stumpf, den ein VfL-Spieler von hinten zu Fall brachte, was nur mit einem Freiwurf geahndet wurde. Somit waren es nur noch vier Feldspieler. Aufopferungsvoll wurde von diesen in der Abwehr gekämpft, als Alexander Leindl einen Pass auf die Außenposition in der Manier eines Torhüters mit dem Fuß verhinderte, was ebenfalls zu einer Zeitstrafe führte. Trotz der 3:6-Situation gelang den Gästen nur der Führungstreffer zum 21:22. In Unterzahl gelang Sebastian Meinzer der Ausgleich zum 22:22, was den Gästetrainer auch zu einer Auszeit veranlasste. Bis zur 50. Minute, in der Max Horner der Führungstreffer zum 26:25 gelang, verlief das Spiel ausgeglichen. Ein kleiner Knackpunkt des Spieles war die dritte Zeitstrafe von VfL-Spielmacher Micha Thiemann, der im Angriff geschickt die Fäden zog. Diese Zweiminutenstrafe nutzte unser Team diesmal aus und erzielte zwei Treffer zum 28:25. Obwohl die Gäste durch taktische Maßnahmen nochmals alles versuchten das Spiel herumzureißen, ließ sich unser Team auch dank einer guten Abwehrarbeit und den von Trainer Martin Wild angeführten Paraden von Michael Luderschmid nicht mehr davon abbringen, einen wichtigen und letztlich auch verdienten Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Mit diesem Sieg hat unser Team gegenüber der Konkurrenz Kornwestheim und Haßloch im Kampf um den letzten Platz zur Teilnahme am DHB-Pokal vorgelegt und kann in aller Ruhe verfolgen, wie gerade Kornwestheim mit dem Druck umgehen kann. Wenn sie dem in den Spielen in Balingen-Weilstetten, dem Nachholspiel in Willstätt und in Zweibrücken standhalten kann, werden wir uns wohl „geschlagen“ geben müssen, da der TV am letzten Spieltag gegen Baden-Baden wohl nichts mehr „anbrennen“ lassen wird. Wenn sie aber nur einen Punkt abgeben sollten, dürfen wir uns am letzten Spieltag gegen die TSG Haßloch auf ein Endspiel freuen, da auch die Pfälzer dann noch eine Chance auf den jetzt noch begehrten achten Tabellenplatz haben.

Wir wünschen jetzt frohe und erholsame Osterfeiertage und würden uns freuen, wenn wir sie zum letzten Heimspiel am Samstag, den 04. Mai 2019, 19:00 Uhr (Spielbeginn für alles gleich), nochmals in der Wittelsbacher Halle begrüßen dürften.

Für den TuS spielten

Tor:     Michael Luderschmid, Markus Winkler, Valentin Hagitte

Alexander Leindl (1), Felix Augner (2), Falk Kolodziej (2), Sebastian Meinzer (8), Felix Kerst (2), Johannes Stumpf (7), Frederick Hartz (4), Julian Prause (3), Cedric Riesner, Ole Schwagerus, Max Horner (1), Johannes Luderschmid (1),