Wie im Vorjahr nutzte die Mannschaft das Turnier in Prag als Teil der Vorbereitungsphase für die anstehende Qualifikation und um sich mit unterschiedlichen Spielarten zu messen. Und auch um viel Spaß zu haben.

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Vorrunde

Schon vor dem Beginn des ersten Spiels gab es eine Überraschung: Unser Spielort dieses Tages war eine Traglufthalle mit Tartanboden. Neben dem Feld 50cm Platz und von der Mittagshitze bei stehender Luft auf über 40°C aufgeheizt.

Zur Halle passend schwer fanden unsere Jungs in das Spiel gegen den spielstarken und robusten schwedischen Meister IFK Kristianstad. In Summe wurden ein paar Angriffe zu viel unvorbereitet und daher nicht erfolgreich abgeschlossen, daraus resultierte ein 4-Tore-Rückstand zur Pause. Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen, aber weiter wurden zu viele Chancen ausgelassen um das Spiel noch zu drehen, so endete das Spiel mit 13:17 für die Schweden. Diese attestierten uns ein Spiel auf ausgeglichenem Niveau und wir hatten die gemeinsame Erkenntnis, dass dies wirklich erschwerte Bedingungen für eine optimale Leistung waren.

Im zweiten Spiel warteten die Dänen von Hellerup. Einerseits war deren Spielweise sehr körperbetont, andererseits ging fast jeder zweite ihrer Angriffe in die Zeitspielankündigung. Dadurch fielen allgemein wenige Tore, was ausgelassene Torchancen noch schwerwiegender machte. Hauptmanko in diesem Spiel unserer Jungs: ein Dutzend bester Chancen, darunter die Hälfte ganz frei, wurde nicht genutzt. Man hätte also genauso gut doppelt so viele Tore erzielen können, am Ende ging das Spiel mit 11:12 verloren, obwohl 5 Sekunden vor Schluss noch der gegnerische Torwart vor dem Pfiff überwunden werden konnte. Leider galt das Tor nicht und auch das Foul, die Ursache hierfür, wurde nur mit einem Freiwurf geahndet, der nicht mehr direkt verwandelt wurde.

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Am zweiten Tag fanden die Spiele in einer Messehalle (Beton mit Laminatauflage) statt. Deutlich bessere Voraussetzungen für ein hochwertiges Handballspiel. Zuerst ging es gegen die Tschechen von TJ Tatran Bohunice. Aus einem sicheren Abwehr-Torwartverbund zogen unsere Jungs ein schnelles und variantenreiches Angriffsspiel auf und waren auch im Abschluss konsequenter. So holten sie sich einen nie gefährdeten 25:14-Erfolg.

Ähnlich verlief das nächste Spiel gegen die belgische Mannschaft HC Schoten. Enstprechend ein ähnliches Endergebnis von 26-13 und somit das Endspiel um den dritten Tabellenplatz in der Gruppe, der zur Teilnahme der besten Mannschaften in den A-Playoffs berechtigte.

In diesem Spiel gegen den MTV Lübeck begannen die Jungs hochkonzentiert. In der Abwehr stand man sehr geschickt, selbst ein 2,05m-Kreisläufer konnte hier kontrolliert werden, und vorne erzielten die Jungs ein ums andere Tor und konnten so Mitte der ersten Hälfte bereits mit 9:1 in Führung gehen. Am Ende des zweiten anstrengenden Turniertages war hier der Widerstand eigentlich schon gebrochen und so ging das Spiel am Ende ungefährdet mit 26:16 und der dritte Tabellenplatz an das junge Brucker Team.

Damit war die B-Jugend, trotz fehlender Stammspieler auf der rechten Seite und immer die (teilweise deutlich) jüngere Mannschaft, eines von nur drei deutschen Teams – von zwanzig in der Altersklasse gestarteten – das die A-Playoffs erreicht hatte.

Anpfiff Spiel Ergebnis Halle
Fr, 14:05 TuS Fürstenfeldbruck vs IFK Kristianstad 13-17 Loko Vršovice
Fr, 17:35 HIK/KFUM vs TuS Fürstenfeldbruck 12-11 Loko Vršovice
Sa, 11:10 TuS Fürstenfeldbruck vs TJ Tatran Bohunice 25-14 Letňany IV
Sa, 13:30 TuS Fürstenfeldbruck vs HC Schoten 26-13 Letňany IV
Sa, 18:10 MTV Lübeck vs TuS Fürstenfeldbruck 16-26 Letňany IV
Platz Team Tore Punkte
1 IFK Kristianstad (SWE) 108-61 10
2 HIK/KFUM (DEN) 66-54 7
3 TuS Fürstenfeldbruck (GER) 101-72 6
4 MTV Lübeck (GER) 90-87 5
5 TJ Tatran Bohunice (CZE) 66-93 2
6 HC Schoten (BEL) 51-115 0

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Zwischenrunde

In der Zwischenrunde trafen unsere Jungs im ersten Spiel auf Ajax Kopenhagen, diesmal in der Endspielhalle und damit unter besten Handballbedingungen. Fast wie gewohnt bestand die gegnerische Mannschaft hauptsächlich aus dem älteren Jahrgang und war auch physisch sehr stark. Doch das Team schaffte es mit schönem Handball und cleverem Abwehrverhalten wiederum beste Chancen zu erspielen, von denen leider wieder ein paar zu viele liegen gelassen wurden. Trotzem gestalteten sie das Spiel lange offen. Nun ließ auch die Kraft nach und als man mehrere Angriffe in Folge nicht erfolgreich beenden konnte, kippte das Spiel im Lauf der zweiten Halbzeit zu Gunsten der Dänen, die auf 4 Tore davon ziehen konnten. Nach einem insgesamt sehr schönen Spiel auf hohem Niveau musste man sich am Ende dann mit 14:19 geschlagen geben.

Zum „Abschiedsspiel“ vom diesjährigen Pragturnier hieß der Gegner Sokol Šťáhlavy – „natürlich“ waren wieder alle Leistungsträger vom älteren Jahrgang. Auch dieses Team bestach durch körperliche Stärke, die sie auch entsprechend in ihrem Handballspiel als wesentliches Mittel einsetzte. Leider reichte in diesem Spiel, das siebte in drei Tagen bei dünnem Kader, die Kraft nicht mehr aus, um richtig Gegenwehr zu entwickeln. Schade, da wir den unterstützenden Fans – unsere D-Jugend – gerne noch ein gutes Spiel gezeigt hätten. So konnte man das Spiel nur noch ordentlich zu Ende spielen – es hatte auch für ein Weiterkommen keine Bedeutung mehr.

Insgesamt gelang es über alle Männliche-Jugend-Turniere nur einer deutschen Mannschaft in den A-Play-Offs bis ins erste K.O.-Spiel.

Anpfiff Spiel Ergebnis Halle
So, 08:15 Ajax Copenhagen (DEN) vs TuS Fürstenfeldbruck 19-14 Podvinný mlýn
So, 12:55 TuS Fürstenfeldbruck vs Sokol Šťáhlavy (CZE) 14-22 Podvinný mlýn

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Alles in allem hat das dezimierte Team, unterstützt von zwei 2005ern, dass im jedem Spiel im Schnitt – meist deutlich – jünger war, in vielen Bereichen wirklich überzeugende Leisungen gebracht. Man konnte wieder eine Weiterentwicklung sehen und es waren gute Tests gegen taktisch, handballerisch und physisch starke Teams aus fünf Ländern mit verschiedensten Spielweisen. Und auch Abseits der Spiele hatten die Jungs viel Spaß.

Kleine Nebengeschichten: Wir wurden vom einem Schiedsrichter als netteste Mannschaft des Turniers „geadelt“, die sehr schönen Handball spielt und die es viel Spaß macht zu pfeifen. Allgemein muss man festhalten, dass die Schiedsrichter insgesamt ein sehr ansprechendes Niveau hatten, das gutes Handballspiel möglich machte und dass sie auch einen hervorragenden Umgang mit den Trainern und Spielern pflegten. So macht Handball Spaß.

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