– Abwehr legt den Grundstein zum deutlichen Sieg –

Ankommen, Umziehen, Spielen, Gewinnen und dann sofort wieder nach Hause. Wenn es immer so einfach wäre, könnte man es ja für die Auswärtsspiele verinnerlichen, was aber auch mit vielen Risiken verbunden ist. Wegen des starken Rückreiseverkehrs nach Norden und einem Unfall bei Ingolstadt, verzögerte sich die Ankunft in Bayreuth deutlicher, als es den Verantwortlichen lieb war. So blieb eigentlich keine Zeit, sich entsprechend auf das Spiel einzustellen. Trainer Martin Wild schwor sein Truppe nur darauf ein, Bayreuth nicht auf die leichter Schulter zu nehmen, da es für die Oberfranken eine der letzten Chancen war, zwei Punkte gegen den Abstieg einzufahren und Bayreuth zudem Hoffnung aus dem Hinspiel schöpfte, in dem man erst in den Schlussminuten auf die Verliererstraße geriet. Dazu appellierte er wieder den Spaß an der Abwehrarbeit zu finden, die Grundlage des Überraschungserfolges beim Tabellenführer Rödelsee war.

Entsprechend den Worten ihres Trainers ging die Mannschaft das Spiel äußerst konzentriert an. Hinter einer sehr gut arbeitenden Abwehr knüpfte Myles Sasse im Tor an die guten Leistungen der letzten Spiele an und setzte schon in der 3. Minute mit einem gehaltenen Siebenmeter ein Ausrufezeichen. Dass das Spiel bis zur 21. Minute und dem 9:9 Zwischenstand ausgeglichen verlief, wobei anzumerken ist, dass die Gastgeber nie in Führung gehen konnten, lag zum einen an der kämpferischen Einstellung der Bayreuther und zum anderen an den manchmal nicht ganz nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen, die allerdings beide Mannschaften betrafen. Mit denen kam unser Team allerdings besser zurecht, konnte eigene Unterzahlsituationen ausgeglichen gestalten und nutzte die der Gastgeber besser aus. So z.B. die Überzahlsituation nach dem 9:9 zur 9:11 Führung, die eine Auszeit durch den HaSpo-Trainer zur Folge hatte. Die änderte jedoch nichts an der Situation, dass der Bayreuther Angriff fast keinen Weg mehr zu unserem Tor fand und wegen Zeitspiels Torwürfe genommen werden mussten. Schon an dieser Stelle darf unserem Team dahingehend ein Kompliment ausgesprochen werden, dass trotz der langen Bayreuther Angriffe die Konzentration in der Abwehr hoch gehalten wurde. Während Bayreuth in den letzten neun Minuten vor der Halbzeit kein Tor mehr gelang, erzielten wir noch deren vier und konnten so mit 9:15 in die Halbzeitpause gehen.

Trotz des deutlichen Vorsprungs wurde diesmal die Aufmerksamkeit hoch gehalten, so dass der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden konnte. Der wuchs bis zur 43. Minute auf 12:23 an, was wieder zu einer Auszeit der Gastgeber führte. Die nutzte Trainer Martin Wild für einen Torwartwechsel, obwohl es an der famosen Leistung von Myles Sasse nichts auszusetzen gab. Simon Wiche knüpfte nahtlos an die seines Teamkollegen an und auch die Abwehr gab sich weiterhin keine Blöße. Mit dem letztlich auch in dieser Höhe verdienten 19:33 Erfolg, konnte die Rückrundenserie auf 14:2 Punkte ausgebaut werden. Am kommenden Samstag, den 16.03.2013, 19:30 Uhr, erwarten wir nun den TSV Unterhaching in der Wittelsbacher Halle. Das Hinspiel konnten wir nach spannendem Spielverlauf erst in der Schlussminute mit 25:24 für uns entscheiden. Auch wenn die letzten Heimspiele einigen Anlass für Kritik gegeben haben, würde sich die Mannschaft freuen, wenn sie in dem sicherlich spannenden Spiel von ihren TuS-Fans unterstützt wird. Dass die Mannschaft alles daran setzen wird ein gutes und überzeugendes Spiel abzuliefern, lässt sich ganz sicher auch daran fest machen, dass die Mannschaft ihren Mitspielern Korbinian Sparn, Christian Wallnitz und Andreas Krauß einen guten Abschied bescheren möchten. In den letzten vier Spielen der Saison werden die Spieler aus beruflichen Gründen nicht mehr oder nur ganz kurzfristig für den TuS auflaufen können.

Für den TuS spielten:

Myles Sasse, Simon Wicha (ab 43. Minute)

Christian Wallnitz (5), Philipp Schmittner (1), Marco Müller (2), Andreas Krauß, Marcus Hoffmann (3), Christian Haller (5), Stefan Gärtner (1), Korbinian Sparn (6), Kilian Schweinsteiger (6), Nick Huber (1/1), Maximilian Dück (3) Maximilian Lentner