TuS unterliegt der SG Pforzheim-Eutingen in den Schlusssekunden mit 21:22 (9:7)

Am Einsatzwillen und der Kampfbereitschaft lag es sicherlich nicht, dass das Spiel gegen den Mitaufsteiger Pforzheim mit 21:22 verloren ging. Mit nur 22 Gegentoren kann man sicherlich auch der Abwehr keinen Vorwurf machen.

Dass unser Angriff in gewisser Weise das Sorgenkind ist, war bereits vor dem Anpfiff bekannt und bewahrheitete sich leider auch in diesem Spiel. Wieder war es die Verwertung der sogenannten 100%igen Chancen, die uns letztlich auf die Verliererstraße brachten.

Nach nervösem Beginn war es vor allem Juraj Pekar im Tor, der einer bestens eingestellten Abwehr mit seinen Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern das notwendige Vertrauen geben sollte. Da auch Pforzheim mit Peter Scola einen Meister seines Fachs zwischen den Pfosten hatte, dauerte es bis zur 5. Minute, ehe wir das erste Tor bejubeln konnten und für den Gegner gar bis zur 8. Minute. Nach dem 6:6 versäumten wir es, unsere Chancen zu verwerten und einen vorentscheidenden Vorsprung herauszuschießen. So blieben die Gäste mit dem 9:7 Halbzeitstand weiter dran und konnten noch auf die zweite Halbzeit hoffen.

Das auch unter dem Gesichtspunkt, dass Trainer Martin Wild nach den Verletzungen von Thomas Stanglmair und Manuel Hattenberger die Alternativen im Angriff fehlten. Obwohl Maximilian Dück, der kurzfristig für die 1. Mannschaft nominiert wurde, ein gutes Spiel absolvierte, konnten er die Defizite nicht ausgleichen. So wogte das Spiel bis Mitte der zweiten Halbzeit hin und her, ehe sich die Gäste nach dem 15:15 Zwischenstand auf 15:18 absetzen konnten. In dieser Phase wirkte der Angriff eher Ideenlos und spielte ohne Druck, so dass die Gäste keinerlei Problem hatten, ihre Abwehr entsprechend einzustellen.

Nach diesem Rückstand versuchte es Trainer Martin Wild in der 52. Minute mit einer Auszeit und einem Torwartwechsel, da dem bis dahin glänzend haltenden Juraj Pekar einige Bälle durchgerutscht waren, die bislang eine sichere Beute von ihm waren. Michael Reinhardt, der in der Vorbereitung einen glänzenden Eindruck hinterlassen hatte, sollte es jetzt richten. Obwohl der Angriff weiterhin seine Probleme hatte, kämpfte sich das Team über die Abwehr Tor um Tor heran und schaffte 15 Sekunden vor dem Abpfiff den verdienten Ausgleich zum 21:21. Leider schaffte es die Mannschaft nicht, zumindest diesen einen Punkt über die Zeit zu retten und musste wenige Sekunden vor Schluss mit einem Distanzwurf das 21:22 hinnehmen, was gleichzeitig der Endstand war.

Martin Wild wollte und konnte seiner Mannschaft in punkto Einsatzwillen keinen Vorwurf machen. Neben den Verletzungen, die sich zweifelsfrei Negativ auf das Leistungsniveau der Mannschaft aufwirkten, war aber auch erkennbar, dass der eine und andere Spieler leistungsmäßig alles andere als Drittliganiveau zeigte. Bleibt zu hoffen, dass es die Nervosität des ersten Spieles war und die Mannschaft zu der Stärke findet, mit der sie in der letzten Saison überzeugend die Meisterschaft gewonnen hat. Ein Punkt wird sich auch grundlegend ändern müssen, wenn wir eine Chance in der 3. Liga haben möchten und zwar den der Chancenverwertung. Es muss und wird keine 100%ige Torausbeute geben, die aber höher sein muss, als im Spiel gegen Pforzheim oder in den Jahren davor. Andererseits haben wir aber gesehen, dass die Mannschaft das Niveau hat, in der Liga mitzuspielen.

Mal sehen, wie sich die Mannschaft beim Meister der Württembergliga, dem TV Germania Sachsen und dessen heimischen Publikum präsentiert. Dessen Angriff hat im ersten Spiel auch nur 20 Treffer erzielt, was sicherlich auch nicht den Erwartungen entsprochen hat. Beide Mannschaften haben praktisch was gutzumachen. Bleibt zu hoffen, dass es unsere Mannschaft besser macht.

Für den TuS spielten:

Tor:     Juraj Pekar, Michael Reinhardt,

Manuel Hattenberger (1), Christian Wallnitz, Andreas Krauß (1), Hendrik Pleines (5), Thomas Stanglmair, Korbinian Sparn, Alexander Raff (2), Sebastian Huhn (4), Bastian Klug, Tobias Prestele (3), Maximilian Dück (5), Ramin Shateri