– Niederlagen und Verletzungen bei den Vorbereitungsspielen in Stuttgart –

Konnten in der ersten Vorbereitungsphase noch alle Spiele gegen unterklassige Vereine oder Gegner aus der letztjährigen Bayernligasaison gewonnen werden, durfte dies am vergangenen Wochenende gegen starke Württemberger Mannschaften oder die Teilnehmer beim “Dröse-Cup” nicht unbedingt erwartet werden. Natürlich verhelfen auch Siege in den Vorbereitungsspielen zum notwendigen Selbsttrauen, was aber für Trainer Martin Wild zunächst zweitrangig war. Zum einen galt es, die neu formierte 3:2:1-Abwehr zu festigen, hinter der erstmals Juraj Pekar sein Können unter Beweis stellen konnte. Dessen Freigabe und Spielberechtigung  am Freitag noch rechtzeitig beim Verband eingeholt werden. Mit viel Spielpraxis gegen starke Abwehrreihen sollte aber vor allem das Sorgenkind, der Angriff, nach vorne gebracht werden und den Spielern zu mehr Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen verhelfen. Während Trainer Martin Wild mit der Abwehrleistung aus den fünf Spielen insgesamt zufrieden war und sehr gute Ansätze sah, war das im Angriff, auch aufgrund von Verletzungen, nur bedingt der Fall.

Schon im ersten Spiel gegen den letzjährigen Regionalligisten TSV Neuhausen/Fildern musste der Trainer experimentieren, da ihm kein Linkshänder zur Verfügung stand. Dazu kam, dass sich Manuel Hattenberger eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zuzog, nicht mehr zur Verfügung stand und auch die nächsten Tage ausfallen wird. Wenn sich die Verletzung nicht als Bänderriss herausstellt, könnte er vielleicht am 24.08.2010 beim Supercup gegen den TB Roding wieder einsatzfähig sein. Dass das Spiel letztlich mit 31:28 verloren ging, obwohl die Mannschaft Mitte der ersten Halbzeit mit 9:15 und zur Halbzeit noch mit 16:18 führte, lag zum einen an der Verletzung von Manuel Hattenberger und zum anderen daran, dass sich die Mannschaft im Angriff zu viele technische Fehler leistete und zu viele Torchancen nicht verwertete. Hier muss jeder einzelne Spieler noch konzentrierter den Abschluss suchen, da solche vergebenen Chancen besonders ärgerlich sind.

Nicht anders war es im Spiel gegen die Stuttgarter Kickers, die sich nach ihrem enttäuschenden dritten Platz in der letzten Saison nochmals verstärkt haben und sich schon jetzt als ein gutes Drittligateam präsentieren. Hier machte sich das noch fehlende Durchsetzungsvermögen besonders bemerkbar, so dass das Spiel mit 32:25 verloren ging. Nach der Übernachtung in der Jugendherberge in Ludwigsburg ging es am Sonntag zum “Dröse-Cup” nach Bönnigheim, an dem nur Mannschaften ab der 3. Liga teilnahmen.

Gleich im ersten Spiel traf man auf den slowakischen Meister und Championsqualifikanten Tatran Presov. Über eine beherzt agierende Abwehr, mit einem dahinter bestens postierten Juraj Pekar bereitete man dem slowakischen Meister mehr Probleme, als dieser sich wohl vorgestellt hatte. In dem über zwei mal 17:30 Minuten geführten Spiel lag unser Team zur Halbzeit nur mit 9:10 zurück und konnte in der 28. Minute sogar zum 14:14 ausgleichen. Zu diesem Zeitpunkt zog sich Abwehrchef Alexander Raff eine Augenbrauenverletzung zu, die genäht werden musste und für ihn das Aus im weiteren Turnierverlauf bedeutete. Auch für ihn gilt jetzt eine zehntägige Trainingspause, was für die Vorbereitung sicherlich nicht förderlich ist.

Nach dem Ausscheiden von Alexander Raff fehlte nicht nur ein wichtiger Mann in der Abwehr, sondern auch ein Spielgestalter, was zur Folge hatte, dass sich der Favorit Tor um Tor absetzen konnte und letztlich mit 20:14 die Oberhand behielt.

Ersatzgeschwächt gab es im nächsten Spiel gegen einen der Meisterschaftsanwärter, die TSB Horkheim, nichts zu gewinnen. Hervorzuheben war bei der 19:15 Niederlage die kämpferische Einstellung der Mannschaft, die nach einem 13:5 Halbzeitstand die zweite Halbzeit mit 6:12 für sich entscheiden konnte.

So kam es im letzten Spiel zum Aufeinadertreffen mit dem TSV Friedberg, der ebenfalls die beiden Spiele gegen Presov und Horkeim verloren hatte. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf, in dem die Führung ständig wechselte, hatte Hendrik Pleines wenige Sekunden vor Schluss mit der Vergabe eines Siebenmeters nicht das Glück des Tüchtigen, so dass das Spiel mit 19:18 verloren ging.

Zusammenfassend lobte Trainer Martin Wild die kämpferische Einstellung seiner Spieler und eine Abwehr, auf die man Aufbauen kann. Sorgen bereitet ihm nach wie vor der Angriff, in dem er seinen Spielern mehr Drang zum Tor und den Willen zum Torerfolg wünschen würde. Noch hat er rund vier Wochen Zeit, dies in den Trainingseinheiten zu vermitteln und in den noch anstehenden Vorbereitungsspielen, in denen auch wieder höherklassige Mannschaften warten. Am kommenden Samstag präsentiert sich die Mannschaft mit den beiden Neuzugängen Juraj Pekar im Tor und Christian Wallnitz am Kreis den eigenen Fans und Handballinteressierten, wenn es in der Wittelsbacher Halle gegen den letztjährigen Vizemeister HaSpo Bayreuth und den starken TSV Langenau aus der Baden-Württembergliga geht.