Überraschende und verdiente 28:22 (12:8) Niederlage beim SC Freising

– Nichts war vom Spiel gegen Lohr übrig geblieben –

Dass sein Hinweis, dass selten Meisterschaften im direkten Vergleich entschieden werden, sondern es oftmals die kleinen nicht einkalkulierten Niederlagen sind, die über Meisterschaften entscheiden, schon eine Woche nach dem Spiel gegen Lohr Wirklichkeit werden würde, hatte sich Mannschaftsverantwortlicher Erich Raff auch nicht vorgestellt.Was die zahlreich nach Freising angereisten TuS-Fans von ihrer Mannschaft zu sehen bekamen, kann kaum kommentiert werden.

Dass die Freisinger über den Kampf und einer gesunden Härte sich gleich zu Beginn des Spieles Respekt verschaffen wollten verdeutlichen vielleicht die drei gelben Karten, die innerhalb weniger Minuten berechtigt verteilt waren. Sie zeigten aber bei unserer Mannschaft ihre Wirkung, da ein richtiger Zug zum Tor nach rund 15 Minuten nicht mehr zu erkennen war. Da wir uns dazu auch noch den Luxus leisteten, beste Chancen nicht zu verwerten, hatte es die Mannschaft ihrem Torhüter Martin Wagner zu verdanken, dass sie nach 20 Minuten und der 7:6 Führung noch im Spiel war. In der Abwehr, die ohne Tobias Prestele und den verletzten Heiko Sasgen auskommen musste, zeigten sich immer mehr Löcher, die vom SC-Angriff genutzt wurden. So wurde der Vorsprung auf 11:6 ausgebaut, ehe Bastian Klug in der 29. Minute mal wieder ein Treffer zum 11:7 gelang. Als beim 12:8 die Seiten gewechselt wurden, lag die Hoffnung auf einer Steigerung in der zweiten Halbzeit, da man wusste, dass sich Freising nicht mehr steigern konnte. Während Freising jedoch auf dem guten Niveau weiterspielte, war bei unserem Team das Bemühen erkennbar, was aber nicht den erhofften Umschwung brachte. So pendelte der Rückstand ständig zwischen vier und sechs Toren, ohne dass man das Gefühl haben konnte, dass die Mannschaft an diesem Tag in der Lage gewesen wäre, dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Obwohl die Schiedsrichter ein wenig überfordert waren, suchte niemand angesichts der eigenen Leistung die Gründe in deren Entscheidungen. Mit der ersten Niederlage muss neidlos anerkannt werden, dass der SC Freising an diesem Tag das bessere Team war und verdient 28:22 gewonnen hat.

Die Niederlage ist ein Rückschlag, der nicht einkalkuliert war und die Planungen für den weiteren Saisonverlauf nicht einfacher werden lassen. Passiert ist aber noch nichts, da ja die Meisterschaftskandidaten noch gegeneinander spielen und noch sehr viele Stolpersteine auf dem Weg zur Meisterschaft liegen.

Dass Trainer Wiggerl Hofmann nicht seine stärkste Formation aufbieten konnte, soll die Leistung der Freisinger nicht schmälern. Jetzt gilt es, das letzte Spiel des Jahres gegen die DJK Waldbüttelbrunn noch erfolgreich zu gestalten. Gerade weil die DJK ihr Heimspiel gegen die SSG Metten verloren hat, ist besondere Vorsicht geboten. Was passieren kann, wenn ein Gegner unterschätzt wird und dieser eine Leistung abruft, die man von ihm in der bisherigen Saison nicht gekannt hat, haben wir gegen Freising gesehen. Vorsicht ist auch deshalb geboten, weil Trainer Hofmann auch in der kommenden Woche nicht alle Spieler verletzungsbedingt zur Verfügung stehen. Zu Heiko Sasgen, Simon Wicha und Tommy Stanglmair kommt jetzt auch noch Thomas Gärtner, der umknickte und mit einer Bänderdehnung eine Zeitlang ausfallen wird.

Es wartet viel Arbeit auf Trainer Wiggerl Hofmann, um die langzeitverletzten Christian Schott und Bastian Klug wieder in die Mannschaft zu integrieren und die Mannschaft auf die anstehenden schweren Spiele Anfang des Jahres 2010 vorzubereiten.

Für den TuS spielten:

Martin Wagner, Simon Wicha,

Philipp Schmittner, Martin Wild (2/2), Hendrik Pleines (3), Korbinian Sparn (1), Alexander Raff (6/4), Sebastian Huhn, Hannes Degenhardt (4), Thomas Gärtner, Heiko Sasgen (1), Bastian Klug (4), Christian Schott (1)