Die Panther-Abwehr hält, und im Angriff sind die Münchner Panther nicht zu halten. Cheftrainer Stefan Weidinger konnte mit seinem Rudel im sehr gut besuchten Pantherkäfig einen deutlichen 37:16 (20:9)-Sieg feiern, „den wir nach den bisherigen Ergebnissen von Coburg so nicht unbedingt erwartet haben“. Doch der Gameplan der Panther ging voll auf: hinten konsequent verteidigen und nach vorne ins Tempospiel gehen.
Coburg hatte zuvor in Günzburg nur knapp verloren und gegen Landshut sogar einen Punkt geholt – beides Gegner, die am Ende in den vorderen Tabellen-Sphären erwartet werden. Doch die Panther zeigten sich davon unbeeindruckt. Der gewiss nicht schlecht werfende Rückraum der Coburger war gegen Torhüter Daniel Drozdz nur allzu oft zweiter Sieger – sofern Drozdz überhaupt eingreifen musste. Denn die Panther-Abwehr ließ insgesamt nur wenig zu.
Ergebnis des breiten Kaders, wie Coach Weidinger verriet. „Dadurch können wir im Training immer sechs gegen sechs spielen.“ Das hilft bei der Abstimmung. „Und so werden wir Woche für Woche besser.“ Ein Ansage in Richtung Gegner, denn schon gegen Coburg war das Panther-Tor eine schier uneinnehmbare Bastion. Neun Gegentore zur Pause und deren 16 nach 60 Minuten sprechen eine deutliche Sprache.
Über Ballgewinne in der Abwehr kamen die Panther zudem konsequent ins Tempospiel. Davon zeugt auch die Verteilung der Tore. Kilian Weigl, bislang bester Torschütze der Liga, kam dieses Mal gar nicht oft zum Torwurf, weil die Panther hauptsächlich im Gegenstoß trafen. Allen voran Konrad Steinbrecher, der auf acht Tore kam. Aber auch Tim Ruhwandl setzte drei Tore drauf, nachdem er in Halbzeit zwei für Steinbrecher kam.
Überhaupt passt auch der sogenannte zweite Anzug der Panther hervorragend. Jedenfalls war kein Leistungsabfall zu sehen, als Weidinger seine Startformation schonte und die komplette Breite des Kaders ausnutzte. Ergebnis: 13 verschiedene Torschützen und mit Leopold Huber ein Keeper, der das Kunststück vollbrachte, in den finalen zwölf Minuten des Spiels kein einziges Mal mehr hinter sich greifen zu müssen. Da blieb Coach Weidinger nur noch eines zu sagen: „Klar sind wir zufrieden.“
Panther: Huber, Drozdz; Krzikalla 8/5, Notz 1, Ruhwandl 3, Ehrlinger 1, Boy-Nieder 1, Elschner 6, Van de Maele, Steinbrecher 8, Clarius 3, J. Hofmann 1, Günther 1, Weigl 2, Hasekamp 1, Bitzel 1