Die Brucker Panther stehen nach der jüngsten 27:31-Niederlage in Balingen zwar wieder einen Schritt näher am Abstieg in die Regionalliga. Im Hintergrund wurde in den vergangenen Wochen aber an einer goldenen Zukunft für den Brucker und den Münchner Handball gebastelt. Hauptprotagonisten sind die beiden ehemaligen Nationalspieler Dominik Klein und Steffen Weinhold sowie Panther-Legende Martin Wild, der zusammen mit den Verantwortlichen beim TuS eine Kooperation mit den beiden Ex-Internationalen eingegangen ist.
Klein und Weinhold haben gemeinsam mit Geschäftsführerin Lisa Bieberbach die HG München ins Leben gerufen. Und eben diese Handballgemeinschaft und der TuS Fürstenfeldbruck gehen ab der Saison 2026/27 gemeinsam auf Gipfeltour: Unter dem Namen „Münchner Panther“ startet die 1. Männermannschaft ab der kommenden Spielzeit voraussichtlich in der 4. Liga und soll dort die ersten Schritte für den langfristigen Weg in Richtung 1. Handball-Bundesliga gehen. Mit der auf den Männerbereich beschränkten Spielgemeinschaft wollen beide Vereine Kräfte bündeln. Die 2. Mannschaft tritt weiterhin als „Brucker Panther“ an und bildet den direkten sportlichen Unterbau.
„Mit den Münchner Panthern entsteht ein Team, das für die gesamte Region steht und Talenten aus dem Großraum München eine sportliche Perspektive bietet“, sagt Dominik Klein. „Steffen Weinhold und ich kennen Martin Wild von Fürstenfeldbruck schon seit vielen Jahren und die Idee, im Raum München den Handball so richtig nach vorne zu bringen, besprechen wir auch schon ewig. Beim Supercup letztes Jahr wurde es dann konkreter. Wir teilen da einfach die gleiche Einstellung zu leistungsorientiertem Handball, und haben Bock hier was gemeinsam zu bewegen.“
Das Gipfelziel Bundesliga steht sportlich durch das Zusammenspiel von HG München und TuS Fürstenfeldbruck als “Münchner Panther” nun auf einem klaren Fundament. Der Großteil der Mannschaft bleibt als eingespielter Kern zusammen und bekommt mit Stefan Weidinger einen neuen Cheftrainer. „Als geborener Brucker ist es für mich echt eine große Ehre, jetzt hier als Cheftrainer Verantwortung zu übernehmen. Ich freu mich riesig auf die Aufgabe, hab richtig Bock auf die Mannschaft und das Umfeld. Die Gespräche haben mir gezeigt, dass hier eine klare Idee und Vision für die Zukunft da ist – und genau das hat mich überzeugt”, kündigt Weidinger an, der vom HCD Gröbenzell kommt und seine Trainerkarriere als Jugendtrainer in Fürstenfeldbruck startete. Mit Florian Fischer kommt sein langjähriger Co-Trainer ebenfalls nach zu den Panthern. Der bisherige Coach des TuS Fürstenfeldbruck, Dennis Daschevski, übernimmt als Trainer der 2. Mannschaft eine zentrale Rolle in der sportlichen Entwicklungskette. Ihre Heimspiele werden die Münchner Panther zunächst weiterhin in Fürstenfeldbruck austragen.
Für Michael Schneck, Abteilungsleiter Handball des TuS Fürstenfeldbruck, ist die Entscheidung für die Spielgemeinschaft ein „bewusster Schritt nach vorne“. Er sagt: „Wir bündeln unsere Stärken, um sportlich und strukturell den Weg Richtung Bundesliga gemeinsam zu gehen.“
Martin Wild, Leitung Sport des TUS Fürstenfeldbruck sagt: „Dominik, Steffen und das Engagement der ganzen HG München verleihen dem Handball in unserer Region Schwung. Die HG München ist für uns der richtige Partner, weil sie genau wie wir nach oben will und dafür einen klaren ganzheitlichen Plan hat – und eine Strahlkraft, wie man sie bei uns in der Region für so ambitionierte Ziele braucht.“
Lisa Bieberbach, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der HG München, sieht in der Bereitschaft des Traditionsvereins Fürstenfeldbruck, gemeinsam neue Wege zu gehen, ein Signal für die Handballregion München: „Sie zeigt, dass Münchner Vereine gemeinsam den Weg in Richtung Bundesliga gehen wollen. Es haben sich zwei Partner gefunden, die Handball gleich denken: über Vereinsgrenzen hinaus, mit klarer Perspektive für Talente, Teams und die gesamte Region. Handball erreicht eine einkommensstarke, markenbewusste Zielgruppe und bietet Unternehmen jeder Größe die Chance, als Wegbegleiter einer Erfolgsgeschichte sichtbar zu werden.“
Und Steffen Weinhold, Ex-Nationalspieler, Vorstand und Mitgründer der HGM betont: „Es ist schön zu sehen, auf was für positive Resonanz unser Projekt stößt. Wir merken in den Gesprächen mit Unternehmern, Fans, Eltern und nicht zuletzt unserem Gründungspartner HAIX, dass München Handball auf höchsten Niveau will. Umso schöner, dass wir durch die Spielgemeinschaft mit den Panthern nun auch die erste sportliche Weiche stellen konnten.“
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