– Dramatische Schlussphase mit Siebenmeter zum 29:29 (12:13) gegen die SG Pforzheim/Eutingen –

So, als wenn es die schwere Verletzung mit dem Achillessehenriss vor ziemlich genau sechs Monaten nicht gegeben hätte, spielte Kilian Weigl auf und verdeutlichte, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Mit seinem Einsatz überraschte Trainer Dennis Daschevski nicht nur die Panther-Fans, sondern auch die Gäste, die zudem mit der Situation eines Trainerwechsels bei den Panthern konfrontiert wurden. Das machte die Aufgabe für die SG nicht leichter, wie es auch Trainer Alexander Lipps in der Pressekonferenz ausführte. Trotzdem bekamen die Gäste mit ihrem Routinier Julian Broschwitz im Laufe des Spieles dieses immer besser in Griff und konnten trotzdem nur mit dem 12:13 in die Halbzeitpause gehen.

Im Vorfeld war zu lesen, dass Dennis Daschevski „Neue Energie reinbringen“ will und die Stabilisierung der Abwehr im Fokus stehen würde. Aufopferungsvoll und bis an die Grenze des erlaubten gehend präsentierte sich die Abwehr wesentlich stabiler als in den letzten Spielen. Dahinter zeigte Sebastian Allmendinger eine bravouröse Leistung, die auch nötig war, da sich der Angriff mal wieder eine „Auszeit“ nahm. Nach dem 6:6 Zwischenstand in der 11. Minute dauerte es bis zur 20. Minute, ehe die Panther-Fans wieder ein Tor bejubeln konnten. Aufgrund der Leistung von Sebastian konnte die SG bis dahin nur einen 7:9 Vorsprung erspielen. Dies gab nochmals Auftrieb, so dass der Rückstand bis zur Halbzeit auf ein Tor verkürzt werden konnte.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischte unser Team und bis zur 35. Minute die 16:14 Führung erzielen. Davon ließ sich das routinierte Team der SG nicht beirren, glich in der 40. Minute zum 18:18 aus und ging in der 43. Minute mit 18:19 in Führung. Trotz großen kämpferischen Einsatzes bekam unsere Abwehr Probleme mit dem siebten Feldspieler der Gäste. Die ließen ruhig und schnell den Ball laufen und fanden immer wieder eine Lücke in unserer Abwehr. Trotz aller Bemühungen konnten die Gäste die Zwei- und Dreiführung bis zur 59. Minute und dem 26:29 halten. Was sich in den letzten 60 Sekunden abspielte, wird man sich wohl nur in Ruhe im Nachgang anschauen und vielleicht verstehen können. Das „Unmögliche“ sollte mit einer offenen Deckung noch „Möglich“ gemacht werden, was schließlich auch gelang. Zunächst hielt Sebastina Allmendinger mal wieder einen freien Wurf und Philipp Hlawatsch erzielte 47 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer zum 27:29. Nach einem erneuten Ballgewinn war es erneut Philipp der zwölf Sekunden vor Schluss mit dem 28:29 den Anschlusstreffer erzielte. Innerhalb der Spielzeit war es ein technischer Fehler auf Seiten der SG, der zum Ballbesitz der Panther führte. Da der SG-Spieler nach dem Pfiff den Ball nicht ablegte, sondern wegwarf, führte dies regeltechnisch zur Disqualifikation des Spielers und einen Siebenmeter für die Panther. Dass diese Entscheidung natürlich für Aufregung sorgte, kann man verstehen, wovon sich aber Tom Elschner am Siebenmeterpunkt nicht beeindrucken ließ und den Ball nervenstark zum 29:29 Endstand im Tor unterbrachte. Auch wenn sich hinsichtlich der Tabellensituation nichts änderte, war der Punktgewinn für die Moral sehr wichtig und die Mannschaft wurde auch einmal für ihren Einsatz belohnt.

Nächste Samstag wartet kein geringerer als der VfL Pfullingen, der mit dem überzeugenden 39:28 gegen die Wölfe Würzburg schon mal klarstellte, was auf unser Team zukommen wird. Wenn die Mannschaft an sich glaubt und in Pfullingen denselben Einsatz zeigt, ist vielleicht eine große Überraschung möglich.

Für die Panther spielten:

Tor:  Sebastian Allmendinger, Kai Kussmaul, Tomislav Vistica,

Floriann Bernhardt, Philipp Hlawatsch (7), Anton Ehrlinger, Alessandro Van de Maele (3), Konrad Steinbrecher (1), Fynn Lühr, Laurin Günther, Kilian Weigl (9), Vincent Auer (1), Tom Elschner (6/2), Tim Ruhwandl, Enrico Gropper (2), Niklas Wesinger,

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