– Historische 37:50 (17:26) Niederlage macht Panther-Trainer sprachlos –
Auch wenn die Panther mehr Spiele absolviert haben als ihre unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf, hätte sie mit einem Sieg nach vielen Monaten mal wieder den letzten Platz verlassen können, da Köndringen und Oftersheim erwartungsgemäß ihre Spiele verloren hatten. Es wäre auch eine moralische Chance gewesen, die mit der deutlichen Niederlage aber kräftig in die andere Richtung ging und eine große moralische Lücke hinterlässt. Es ist auch nicht die Niederlage mit dreizehn Toren Unterschied, die man im Laufe der Saison auch beim derzeitigen Tabellenführer Kornwestheim hinnehmen musste, sondern die Art und Weise, wie man sich gegen die Niederlage wehrte oder auch nicht und man mit 50 Toren einen in der langen Handballgeschichte einmaligen Negativrekord zu verbuchen hatte.
Wie so oft in den Spielen gegen die Rhein-Neckar-Löwen – gerne erinnern wir uns an den 49:38 Erfolg in der letzten Saison – zeichnete sich wieder ein temporeiches Spiel ab, dem an diesem Nachmittag die Panther aber nicht gewachsen waren. Zeigte der Angriff noch eine zufriedenstellende Leistung, traf der „Junglöwen-Angriff“ auf kaum Gegenwehr. Das wirkte sich dahingehend aus, dass die Gäste mit einer fast perfekten Leistung jeden Fehler der Panther zu einem Tor nutzen und sich so der Rückstand nach dem 4:5 in der 6. Minute kontinuierlich vergrößerte. Es waren auch nicht die gehaltenen Bälle des Gästetorhüters, der über seinen ersten gehaltenen Ball in der 23. Minute jubelte, sondern die technischen Fehler seitens unserer Mannschaft.
Da sich schnell herausstellte, dass die 3:2:1-Abwehr an diesem Tag gegen das schnelle Spiel der Nordbadener überfordert ist, stellte sich so mancher Panther-Fan die Frage, warum es nicht mal mit einer 6:0-Abwehr versucht wurde?
Nach dem 17:26 Halbzeitstand ging es in der zweiten Halbzeit eigentlich nur noch darum, sich als Mannschaft zu präsentieren und um ein besseres Ergebnis zu kämpfen. Nimmt man die nackten Zahlen der zweiten Halbzeit, ist dies mit dem 20:24 einigermaßen gelungen. Die Gesamtleistung und was den Gesamteindruck der mannschaftlichen Leistung an diesem Tag betrifft, macht es aber nicht besser. Trainer Max Högl hat sich bei der Pressekonferenz bei den Panther-Fans für die Leistung seiner Mannschaft entschuldigt und es bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft in den letzten drei Heimspielen nicht hängen lässt, da sie eine kämpferische Einstellung und Leistung ihrer Fans gegenüber schuldig sind. Neben der eigenen Leistung war es in den letzten Jahren oft auch die prächtige Unterstützung der Fans, so dass gemeinsam viele Erfolge erst ermöglicht und auch gefeiert werden konnten.
Für die Panther spielten:
Tor: Sebastian Allmendinger, Kai Kussmaul, Tomislav Vistica,
Benno Gnan, Tom Notz (1), Philipp Hlawatsch (5), Anton Ehrlinger (2), Alessandro Van de Maele (2), Konrad Steinbrecher (2), Fynn Lühr (3), Laurin Günther (5), Luca Hasekamp (1), Vincent Auer (3), Tom Elschner (10/3), Tim Ruhwandl (3), Enrico Gropper,