Die Panther haben ein Lebenszeichen von sich gegeben: Nach mehr als elf Monaten ist ihnen mal wieder ein Punktgewinn in der Fremde geglückt. Beim 33:33 (19:15) in Köndringen bewiesen sie zudem große Moral. 39 Sekunden vor dem Ende lagen sie noch mit zwei Toren in Rückstand. Eine Sekunde vor Schluss gelang aber doch noch der umjubelte Ausgleich.
„Angesichts der letzten Minute ist es ein Punktgewinn, aber wenn man das ganze Spiel sieht, fühlt es sich eher wie ein Punktverlust an“, blickt Coach Max Högl mit gemischten Gefühlen auf das Spiel zurück. „Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft.“ Das manifestierte sich auch in einer 19:15-Führung zur Pause, die die Panther nach Wiederbeginn sogar auf 20:25 ausbauten.
Doch dann passierte es wie schon so oft in dieser Spielzeit: „In der zweiten Halbzeit hatten wir wieder Probleme im Angriff“, sagt Högl. Damit habe man Köndringen die Chance gegeben, wieder ins Spiel zurückzukommen. In der 44. Minute gelang den Hausherren der 24:24-Ausgleich, danach entwickelte sich ein offenes Spiel.
39 Sekunden vor Schluss schien dann die Entscheidung gefallen zu sein. Köndringen ging mit 33:31 in Führung. Lucas Pichler gelang zwar der schnelle Anschlusstreffer, doch die besseren Karten lagen 30 Sekunden vor Schluss aber bei Köndringen. „Dann haben die Köndringer aber selbst schnell den Abschluss gesucht“, wunderte sich Högl.
Prompt hielt Sebastian Allmendinger den Wurf und gab damit den Panthern die Chance zu einem weiteren Angriff. Und den verwandelte Philipp Hlawatsch exakt eine Sekunde vor Spielende zum Remis. „Bei den Spielern war die Freude über den späten Ausgleich zunächst größer“, hat Högl beobachtet. Doch später schlichen sich auch bei der Mannschaft die ambivalenten Gefühle der Übungsleiters ein. „Bei den folgenden Gesprächen kam schon heraus, dass wir uns eigentlich mit zwei Punkten hätten belohnen müssen.“
Aber vielleicht gibt auch das Remis den entscheidenden moralischen Schub für die restliche Saison. Denn das 33:33 war der erste Punktgewinn seit einem 38:38 am 8. März vergangenen Jahres in Landshut. Danach setzte es satte zehn Niederlagen in Folge. Zumindest der punktelose Auswärtsfluch wurde also gebrochen.
Panther: Allmendinger, Vistica, Kussmaul; Gnan 2, Bernhard 8/3, Notz, Ruhwandl, Hlawatsch 9, Ehrlinger, Van de Maele 3, Pichler 5, Lühr 4, Günther, Hasekamp 2, Auer