– Unglückliche 28:29 (12:13) Niederlage gegen Tabellenführer HC Oppenweiler/Backnang –

Es war das erwartete Spitzenspiel gegen den Tabellenführer und einen der Meisterschaftsanwärter, das eigentlich keinen Sieger verdient hätte. Entsprechend enttäuscht zeigte sich nicht nur die Mannschaft und auch Trainer Martin Wild bei der Pressekonferenz. Dass der HC einen glücklichen Sieg feiern konnte, räumte auch Trainer Daniel Brack ein, bemerkte aber auch, dass in so engen Spielen oftmals Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Dabei führte er u.a. an, dass die Panther zweimal die Gelegenheit hatten, bei einem Steilangriff und mit einem Siebenmeter, in Führung zu gehen, was auf Seiten des TuS nicht genutzt werden konnte. Es war aber auch so, dass es auch der HC in der einen und anderen Phase nicht schaffte, sich mit drei oder mehr Toren abzusetzen, so dass das Spiel immer spannend blieb.

Pech für die Panther war, dass zum einen Abwehrrecke Tobias Prestele fehlte und Josy Stumpf nach rund zehn Minuten wegen einer Schulterverletzung seinem Team leider nicht mehr zur Verfügung stand. Bleibt zu hoffen, dass die noch nicht diagnostizierte Verletzung nicht so gravierend ist. Josy war es, der die Panther in der ersten Minute mit 1:0 in Führung brachte, ehe den Gästen in der vierten Minute die 1:2 Führung gelang, die sie bis zum Endstand von 28:29 auch nicht mehr hergaben.

Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit Tempo und Einsatz, das auch geprägt war von den sehr guten Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Der HC legte vor und die Panther glichen aus. Leider war es so, dass die Mannschaft um Kapitän Jonas Link sich in der ersten Halbzeit den einen und anderen technischen Fehler mehr leistete als die Gäste, so dass nie mehr eine Führung gelang, die vielleicht die Gäste ein wenig mehr unter Druck gesetzt hätte. Die spielten es mit ihren erfahrenen Spielern ruhig „herunter“ und suchten immer wieder den Weg über den Kreis, der nicht nur wegen seinem Können, sondern auch wegen einer anderen Gewichtsklasse, schwer zu halten war. Nach der Auszeit in der 21. Minute kam auch Han Völker zu seinem ersten Einsatz und konnte sich mit dem 10:11 Anschlusstreffer auch gleich in die Torschützenliste eintragen. Natürlich fehlte es ihm noch an Spielpraxis, aber man hat gesehen, dass er auf der rechten Rückraumposition Akzente setzen kann und wir von ihm noch einiges zu sehen bekommen.

Nach dem 12:13 Halbzeitstand gelang Benedikt Kellner sofort der Ausgleich, dem die Gäste aber postwendend die erneute Führung folgen ließen. Der Verlauf der zweiten Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten. Oppenweiler legte vor und wir blieben dran. In der 48. Minute hatten wir die Gelegenheit mit einem Steilangriff mit 24:23 in Führung zu gehen. Zur Ehrenrettung von Joungster Florian Bernhard, der zuvor die sich bieten Chancen von seiner Position auf Rechtsaußen souverän verwandelte, darf angeführt werden, dass der HC-Torhüter auch prächtig parierte. Deshalb kein Vorwurf an Florian, weil die Torhüter ja dazu da sind Bälle abzuwehren und auch Sebastian Allmendinger und Ivan Bilic die eine und andere sogenannte 100prozentige abwehrten. Die Chance war vergeben und Oppenweiler ging wieder in Führung. Unser Team ließ sich nicht abschütteln, holte einen Zweitorerückstand auf und hatte beim 27:27 in der 53. Minute die Möglichkeit mit einem Siebenmeter in Führung zu gehen. Leider scheiterte Felix Kerst, der den Siebenmeter zuvor sicher verwandelte, und der HC ging wieder in Führung. Felix war es, der drei Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer zum 28:29 herstellen konnte. Durch eine Zweiminutenstrafe für Benedikt Kellner konnte die zuvor erfolgreiche taktische Variante mit sieben Feldspielern nicht mehr umgesetzt werden, so dass Sekunde für Sekunde verging, ohne dass beide Mannschaften noch ein Tor erzielen konnten. Die Emotionen kochten nochmals hoch, als Benedikt Kellner 37 Sekunden vor Schluss noch gefault wurde, die Schiedsrichter aber den „Vorteil“ laufen ließen, der nicht zum gewünschten Torerfolg führte und gegen die Gäste im Nachgang eine Zweiminutenstrafe ausgesprochen wurde. Mit Glück spielten die Gäste die Zeit herunter und konnten so den 28:29 Auswärtserfolg feiern. Wie nach dem Spiel gegen Würzburg heißt es jetzt „abhaken“, auch wenn beide Spiele auf unterschiedlichste Art verloren wurden. In Würzburg war es die Leistung, die gegen Oppenweiler nicht an Frage stand, aber ???. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch mit den Spitzenteams der Liga mitspielen kann und es in so engen Spielen oftmals auf Kleinigkeiten ankommt. Die zu suchen, warum das Spiel verloren wurde wird schwierig. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft aus diesem guten Spiel die richtigen Schlüsse zieht und weiter an sich glaubt, da der nächste Gegner, der Tabellenletzte TSG Pforzheim ganz sicher nicht einfacher wird als der Tabellenführer.

Bericht mit Bildern auch auf Myheimat.de

Tor:  Sebastian Allmendinger, Ivan Bilic,

Florian Bernhard (4), Marco Silvestri (1), Philipp Hlawatsch (2), Cedric Riesner (2), Benedikt Kellner (5), Sebastian Meinzer (1), Felix Kerst (4/1), Jonas Link, Johannes Stumpf (2), Manuel Riemschneider (2), Benedikt Damm (2), Valentin Schell, Lucas Pichler