Zweimal hatten die Panther gegen Horkheim deutlich geführt. Am Ende setzte es trotzdem eine 36:40 (18:17)-Niederlage. Die Analyse fiel dabei nicht schwer: Die Brucker haben auf beiden Seiten des Spielfelds einfach zu viele Fehler gemacht. Dadurch, so Coach Martin Wild, „haben wir völlig unnötig ein Spiel aus der Hand gegeben, das wir kontrolliert haben“.

In der Tat starteten die Panther furios in die Partie. 9:5 führten sie, später sogar 15:9. „In den ersten 17 oder 18 Minuten war das genau der Handball, den wir spielen wollen“, sag Wild. Stark im Rückzug mit einer kompakten 6-0-Abwehr agierten die Hausherren. „Und wir haben in dieser Phase die Fehler des Gegners bestraft.“

Doch was dann im Pantherkäfig passierte, scheint unerklärlich. Die Panther brachen völlig ein. Das drastische Urteil von Wild: „Die letzten sieben, acht Minuten vor der Pause waren eine Katastrophe.“ Die technischen Fehler häuften sich, die Panther liefen dadurch ins offene Messer, sprich: das Gegenstoßspiel der Gäste – „die große Stärke von Horkheim“, wie Wild sagt.

Dazu hatte der Übungsleiter eine „ganz schlechte Körpersprache“ bei seinen Spielern gesehen. „Wir haben uns zu viel mit den Mitspielern und den Schiedsrichtern beschäftigt“, kritisierte Wild den Auftritt. Trotzdem retteten die Panther wenigstens einen Ein-Tor-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel dann das gleiche Bild: Die Panther zogen mit einem konzentrierten Start wieder auf vier Tore weg. „Aber dann machten wir es einem Gegner, der zugegebenermaßen ein tolles Spiel gemacht hat, viel zu leicht.“ Die Panther ließen Horkheims Nick Fröhlich und vor allem Louis Mönch ins Spiel kommen.

„Wir bekamen in der Abwehr keinen Zugriff mehr, und auch im Angriff haben wir uns schwergetan“, so Wild. Dass dann beim eigenen Gegenstoß auch noch die Bälle zum Gegner geworfen wurden, besiegelte die Brucker Niederlage – beziehungsweise Horkheims „verdienten Sieg“, so Wild.

Panther: Allmendinger, Bilic, Müller; Bernhard 2, Silvestri 2, Hlawatsch 1, Riesner 2, Kellner 7, Meinzer 1, Kerst 8/2, Völker 2, Link 7, Schell, Pichler, Riemschneider 3/1, Prestele 1

Andreas Daschner