Nur ein Sieg trennt die Panther noch von der Qualifikation für den DHB-Pokal. Der Erfolg soll möglichst am Samstag vor heimischem Publikum gegen die SG Pforzheim/Eutingen eingefahren werden. Denn nach der Partie steht eine Abschiedsfeier auf dem Programm.

Es ist das finale Heimspiel in einer Saison mit vielen Höhen und nur ganz wenigen Tiefen für die Panther. Wie es beim TuS üblich ist, werden nach der Partie die scheidenden Spieler verabschiedet. Neben den bereits bekannten Yannick Engelmann, Alexander Leindl und Michael Luderschmid verlässt noch ein echtes Urgestein die Panther.

Bereits mit 13 Jahren spielte Gianni Huber in der D-Jugend des TuS. Er wurde im Brucker Trikot Bayerischer Jugendmeister und arbeitete sich von der dritten Garde über die Reserve bis in den Kader der ersten Mannschaft hoch. Ob der Höhepunkt von Hubers Karriere nun die Teilnahme an der 2. Bundesliga war, oder dass er einmal Nationaltorhüter Jogi Bitter getunnelt hat, darüber scheiden sich die Geister. Auf jeden Fall verlieren die Panther mit Huber eine Identifikationsfigur, dem im hoffentlich vollen Pantherkäfig ein gebührender Abschied bereitet werden soll.

Am besten würde es sich freilich mit der erfolgreichen Pokal-Quali feiern lassen. Doch die wird kein Selbstläufer. „Pforzheim ist die maximal schwere Aufgabe zu diesem Zeitpunkt“, sagt Panthercoach Martin Wild. „Meiner Meinung nach sind sie aktuell die formstärkste Mannschaft der Liga.“ Im vergangenen Jahr sind die Baden-Württemberger erst im Relegationsfinale an Potsdam gescheitert. Die Panther werden also alles geben müssen, um den Sieg einzufahren. Aber so oder so: Am Ende wird gefeiert – und zwar in der Halle bei Barbetrieb mit der ersten Mannschaft.

Zu der gehören in der kommenden Saison übrigens weiterhin Felix Kerst, Tobias Prestele, Marco Silvestri und Valentin Schell. Das Quartett hat seine Verträge bei den Panthern verlängert. Und nach Benedikt Kellner gibt es auch einen zweiten Neuzugang: Von Ligakonkurrent Baden-Baden kommt Linkshänder Han Völker an die Amper. Er soll helfen, die Lücke zu schließen, die Leindls Abgang hinterlässt.

Völker zieht es beruflich nach München. Der Kontakt zum TuS besteht daher schon eine geraume Weile. Pantherdompteur Wild ist froh, den Rückraumspieler, der auch auf Rechtsaußen auflaufen kann, für seine Mannschaft gewonnen zu haben. „Er ist ein interessanter und ehrgeiziger Junge mit viel Wntwicklungspotenzial“, sagt der Coach über den 23-Jährigen.

Andreas Daschner