Die Panther marschieren weiter. Die Mannschaft von Coach Martin Wild zeigte Moral und siegte in Horkheim nach einer schweren Woche mit 33:28 (15:15). Damit haben die Brucker mehr als nur einen Fuß in der Tür zur Teilnahme am DHB-Pokal in der kommenden Saison.

„Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft“, sagt Wild angesichts der Leistung seines Pantherrudels. Es sei beeindruckend, mit welcher Konzentration und Leidenschaft zu werke gegangen sei – zumal eine heftige Woche hinter den Panthern lag. Da war zum einen die Bekanntgabe, dass mit Michael Luderschmid, Alexander Leindl und Kapitän Yannick Engelmann drei Stützen den Verein zum Saisonende verlassen werden.

Und dann wurde auch noch die Entscheidung öffentlich, dass die Panther einen etwaigen Aufstieg in die 2. Bundesliga finanziell nicht stemmen können. „Das war intern natürlich schon länger bekannt“, sagt Wild. „Aber ist noch mal etwas anderes, wenn das zum ersten mal öffentlich ausgesprochen wird.“ Trotz dieser Turbulenzen blieb das Pantherschiff aber auf Kurs – und das gegen einen gewiss nicht schlechten Gegner.

In Horkheim sprach man gar vom besten Heimspiel in dieser Saison. „Das sagt schon einiges über das Niveau aus, auf dem wir hier gespielt haben“, sagt Wild. Fast über die gesamte Spielzeit waren die Panther extrem fokussiert. „Es war beeindruckend, mit welcher Gier die Jungs heute gespielt haben“, sagt Wild.

Lediglich eine kurze, rund fünf Minuten lange Schwächephase hat der Coach ausgemacht, als in der ersten Halbzeit eine kleine Führung verspielt wurde. Ansonsten attestiert Wild seinen Jungs, 55 Minuten lang ein sehr gutes Spiel gemacht zu haben, Vor allem die Rückraumreihe um Johannes Stumpf, Jonas Link und Leindl konnte überzeugen und erzielte zusammen 18 Tore.

In der Abwehr zeigte Sebastian Allmendinger in der ersten Halbzeit ein starkes Spiel. Dennoch räumte er dann das Feld, um Luederschmid in einem seiner letzten Spiele im Panthertrikot noch Einsatzzeit zu gewähren. Und die nutzte der Routinier in überzeugender Weise, indem er zu einem wichtigen Faktor für den Sieg wurde. „Das sind die Geschichten, die nur der Sport schreibt“, sagt Wild.

Die endgültige Entscheidung in dem Krimi fiel erst kurz vor Schluss, als die Panther durch Tore von Felix Kerst und Leindl aus einem 29:27 ein 31:27 machten (58.). In den verbleibenden beiden Saisonspielen haben es die Panther nun selbst in der Hand, sich für einen Startplatz im DHB-Pokal zu qualifizieren. Und wie Wild anmerkt: „Auch die Meisterschaft ist noch drin.“

Panther: Luderschmid, Allmendinger; Prestele, Riemschneider 1/1, Scheerer 2, Schell 3, Stumpf 7, Link 5, Kerst 4/2, Meinzer 2, Riesner 1, Hlawatsch 2, Silvestri, Leindl 6, Huber

Andreas Daschner