Auftakt nach Maß für die Panther nach der einwöchigen Spielpause: In Willstätt gelang der Mannschaft von Coach Martin Wild ein 29:26 (15:15)-Sieg. Der Drei-Tore-Vorsprung am Ende täuscht aber über den Spielverlauf hinweg. Es war das vielleicht spannendste und engste Spiel im bisherigen Saisonverlauf.

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende stand es noch 26:26. Erst drei Tore von Valentin Schell, Alexander Leindl und Cedric Riesner brachten den doch noch einigermaßen deutlichen Sieg. Zuvor hatte alles nach einem Herzschlagfinale ausgesehen. Acht Mal wechselte die Führung, unglaubliche 17 Mal stand es im Verlauf der 60 Minuten unentschieden. Kein Team konnte sich auf mehr als drei Tore absetzen.

Verantwortlich für den Krimi Marke Hitchcock waren vor allem die Defensivabteilungen der beiden Teams. „Die Abwehrreihen haben dominiert“, sagt Wild. Vor allem die unangenehme 6:0-Abwehr der Gastgeber bereitete den Panthern sichtlich Probleme. „Unser Rückraum hat sich daran die Zähne ausgebissen“, sagt Wild. Und so liefen die Panther in der ersten Halbzeit lange einem Rückstand hinterher.

Dass es am Ende beim Stand von 15:15 in die Pause ging, verdankten die Brucker in erster Linie dem Einsatz eines siebten Feldspielers. Mithilfe der Überzahl arbeiteten sich die Panther wieder heran. Doch nach dem Seitenwechsel stellte Wild dann doch wieder auf sechs Feldspieler um. „Wir wollten uns auf unsere Stärken besinnen“, begründete er das.

Und diese Stärken lagen an diesem Abend vor allem in der Defensive. Der Youngster-Innenblock mit Florian Scheerer und Cedric Riesner zeigte einmal mehr eine Riesenpartie. Aber auch die Routiniers Tobias Prestele, Sebastian Meinzer und Johannes Stumpf standen in der Abwehr ihren Mann. Am Ende überstrahlte aber ein anderer die starke Mannschaftsleistung.

„Sebastian Allmendinger hat heute über 60 Minuten ein starkes Spiel gezeigt“, lobte Wild seinen Schlussmann. Auch Willstätt stellte einen guten Keeper. „Aber in der Crunchtime war unserer der etwas Bessere“, sagte Wild. Und so war Allmendinger der entscheidende Rückhalt, der den Panthern den Weg zum späten Sieg ebnete. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Wild. „Aber der Sieg war nicht unverdient – auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.“

Panther: Luderschmid, Allmendinger; Prestele, Riemschneider 6/5, Scheerer 3, Schell 2, Stumpf 1, Link, Engelmann 3, Kerst 2, Meinzer 3, Riesner 4, Hlawatsch, Silvestri 3, Leindl 2, Huber

Andreas Daschner