Zwei aggressive Abwehrreihen, zwei starke Rückraum-Trios – zwei Teams in Topform. Wenn der TSB Heilbronn-Horkheim am Samstag in den Pantherkäfig kommt, erwartet die Zuschauer ein echtes Spitzenspiel. In der Tabelle sind die Gäste offiziell zwar „nur“ Vierter – allerdings punktgleich mit Leutershausen und Oppenweiler. Und nur vier Punkte hinter den Brucker Spitzenreitern.

„Gegen ein Horkheim in der momentanen Form ist das ein absolutes Spitzenspiel“, sagt auch Panthercoach Martin Wild. Vor allem drei Namen flößen ihm durchaus Respekt ein: Nick Fröhlich, Oskar Neudeck und Louis Mönch. Die drei Rückraumspieler des TSB gelte es zu kontrollieren, wenn man das Spiel gewinnen will. Einfach wird das allerdings nicht.

Alle drei sind extrem schnell, Neudeck und Fröhlich auf den Rückraum-Außenpositionen sind mit einem enorm starken Wurfarm ausgestattet. „Mönch in der Mitte ist stark im Eins-gegen-eins und beim Anspiel auf den Kreis“, weiß Wild zudem. Das junge Trio habe einen riesigen Entwicklungsschritt gemacht und sei zudem mit viel Selbstvertrauen ausgestattet. Das macht sich auch bei der Wurfausbeute bemerkbar: Fröhlich traf bislang 56 Mal, Neudeck kommt auf 47 Tore und Mönch auf 44 Treffer.

„Das wird nicht ganz einfach, sie zu verteidigen“, sagt Wild. Erst einmal will der TuS-Trainer mit der gewohnten 3-2-1-Formation ins Spiel gehen – auch hier eine Parallele zu den Gästen, die ebenfalls eine schnellbeinige und aggressive Abwehr spielen. Gut möglich aber, dass die Panther zwischendurch auch auf 6-0 umschalten – eine Variante, die in dieser Saison wohl noch des Öfteren zum Einsatz kommen könnte.

Von all den Lobeshymnen auf den Horkheimer Rückraum wollen sich die Panther aber sicher nicht einschüchtern lassen. „Wir spielen zu Hause und sind selbst in einer sehr guten Form“, sagt Wild. Auch die Brucker können mit Sebastian Meinzer, Johannes Stumpf und Alexander Leindl auf ein starkes Rückraum-Trio bauen. Ziel ist jedenfalls ein Sieg. „Wir freuen uns auf ein schönes Spiel“, sagt Wild.

Personell kann Wild fast auf seinen kompletten Kader bauen. Lediglich Gianni Huber ist noch krank. Das heißt, dass den Panthern 19 Spieler für 16 Plätze auf dem Spielberichtsbogen zur Verfügung stehen – die Qual der Wahl. Die jungen Wilden bei den Bruckern werden deshalb zuvor beim Spiel der Reserve zum Einsatz kommen. Danach wird sich zeigen, wer von ihnen den Kader im Drittligaspiel auffüllen wird.

Übrigens: Wer Blick auf den Torhüter der Horkheimer eine Art Déjà-vu erlebt, der täuscht sich nicht. Mit Benjamin von Petersdorff steht dort ein Ex-Panther. Er hatte Michael Luderschmid vertreten, als dieser wegen einer Schambeinentzündung lange ausfiel.

Andreas Daschner