Überzeugende Vorstellung beim 30:25 (17:12) Erfolg über die SG Leutershausen

Nach vier knappen Niederlagen gegen die SG war der Sieg seiner Mannschaft auch für Trainer Martin Wild ein persönlicher Erfolg. Im Vorfeld war auch zu lesen, dass die SG gegen unsere offensive Abwehr eventuell mit einem siebten Feldspieler agieren will, was Trainer Martin Wild wenig Kopfzerbrechen bereitete, da dies schon mehrere Mannschaften versuchten und unser Team entsprechend vorbereitet war. So war es nicht überraschend, dass die Gäste im ersten Angriff die Angriffsvariante anwandten und so auch zum 0:1 kamen. In der Folgezeit agierten sie aber mit sechs Feldspielern, so dass wir auch wieder auf die offensive Abwehr umstellen konnten. Davon zeigten sich die Gäste zunächst unbeeindruckt. Mit schneller Ballfolge und einem guten eins gegen eins Verhalten gelang ihnen bis zur 6. Minute die 1:4 Führung. Schon früh musste Josy Stumpf eine Zweiminutenstrafe hinnehmen, was in den folgenden Minuten auf beiden Seiten nicht die einzigen bleiben sollten. Belegbar ist es nicht, da aber nicht eine einzige gelbe Karte verteilt wurde, könnte es sein, dass diese die beiden sonst gut leitenden Unparteiischen vergessen hatten. Ohne dass das Spiel als unfair oder zu hart eingestuft werden könnte, spielten beide Teams kurze Zeit nur mit vier Feldspielern. In der Pressekonferenz äußerte sich Trainer Marc Nagel dahingehend, dass er einen „zerfahrenen“ Beginn eher zum Vorteil für sein Team gesehen hätte. Es kam aber anders, da unser Team die Überzahlsituationen besser nutzte und den 3:5 Rückstand (8. Minute) bis zur 14. Minute in einen 8:5 Vorsprung verwandelte. Schon in dieser Phase zeigte sich Torhüter Michael Luderschmid als der große Rückhalt seines Teams. Aber auch Leutershausen zeigte seine individuelle Klasse und konnte bis zur 18. Minute auf 10:9 verkürzen. Davon unbeeindruckt zeigte sich unser Team in der Abwehr wieder kompakter. Die Ballgewinne wurden schnell nach vorne getragen und auch im Angriff variabel gespielt. Nutznießer am Kreis war Julian Prause, der nicht nur „Freiräume“ für den Rückraum schaffte, sondern auch selbst fünf Tore beisteuerte. So konnte der Vorsprung bis zur Pause auf 17:12 ausgebaut werden. Spannend war, welche taktische Maßnahme sich Trainer Marc Nagel wohl einfallen ließ und ob unser Team das Niveau der ersten Halbzeit halten kann. Das einzige was sich auf der Gästeseite änderte war der Torhüter, er mit einigen prächtigen Paraden dafür sorgte, dass sein Team nicht gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit in noch größeren Rückstand gerät. Wirklich hervorzuheben ist, dass unser Team nahtlos an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfte, so dass der Fünftorevorsprung mit 21:16 Zwischenstand in der 40 Minute Bestand hatte. In der war es so, dass Micheal Luderschmid auch den dritten Siebenmeter hielt. Davon beflügelt wurde der Vorsprung bis zur 48. Minute auf 25:18 ausgebaut. Was in den folgenden vier Minuten ablief war auch das einzige, was Trainer Martin Wild an der Leistung seiner Mannschaft ein wenig kritisierte. Innerhalb von vier Minuten erzielten die Gäste vier Tore zum 25:22 und das Spiel drohte zu kippen. Mit dem siebten Feldspieler, dessen Freund Trainer Martin Wild eigentlich nicht ist, wie er in der Pressekonferenz betonte, schaffte das Team aber die Wende. Ein Garant dafür, was auch von Trainer Marc Nagel betont wurde, war Alexander Leidl, der aus dem Rückraum wichtige Tore erzielte. So konnte der Vorsprung auch schnell wieder auf fünf Tore ausgebaut werden und zum Schluss ein verdienter 30:25 Erfolg gefeiert werden.

Welche Spielstärke die SG Leutershausen besitzt und am Ende ganz sicher in der Spitzengruppe der Liga zu finden sein wird, belegen die vier Minuten in der zweiten Halbzeit. Da war sich unser Team angesichts eines Siebentorevorsprungs und noch zu spielenden 13 Minuten vielleicht schon ein wenig zu siegessicher. Es zeigt aber auch die Qualität unserer Mannschaft, dass sie wieder nahtlos an ein höheres Niveau anknüpfen kann, wenn es erforderlich ist. Es war ein gutes Niveau und hat den rund 500 Zuschauern auch sichtlich Freude bereitet.

Jetzt richtet sich der Fokus auf das Auswärtsspiel in Neuhausen am kommenden Samstag, der in der vergangenen Saison zwei mal besiegt werden konnte. Die Siege waren allerdings keine Selbstläufer und bedurften großer Anstrengungen. Der Sieg von Neuhausen bei den Rhein-Neckar-Löwen sollte Warnung genug sein. Dazu darf sich unsere Abwehr auf viel Arbeit einstellen, da der TSV mit momentan 99 Treffern hinter Tabellenführer Kornwestheim den zweitstärksten Angriff der Liga stellt.

Für den TuS spielten:

Tor:, Michael Luderschmid, Ivan Bilic,

Gianni Huber, Alexander Leindl (5), Marco Silvestri, Philipp Hlawatsch, Sebastian Meinzer (2), Felix Kerst (4/2), Yannick Engelmann (2), Jonas Link (2), Johannes Stumpf (5), Valentin Schell (1), Julian Prause (5), Florian Scheerer (2),, Manuel Riemschneider (1), Tobias Prestele (1)