– Panther zeigen beim Überzeugenden 40:20 Erfolg über den Tabellendritten Dansenberg ihre Krallen in der Abwehr und Durchschlagskraft im Angriff –

Auf der einen Seite war es das Kopfschütteln über die Leistung seines Teams, das trotz einiger Rückschläge sich den Spaß und Freude nicht nehmen ließ und nicht nur den Trainer mehr als verblüffte und auf der anderen Seite der Frust, wie sein Team vorgeführt wurde. Daraus ergab sich eine der kürzesten Pressekonferenzen, obwohl das Spiel viel Gesprächsstoff bot.

Anerkennenswert ist, dass sich der Gästetrainer trotz der 40:20 Schlappe den Fragen stellte, aber zu der Leistung seines Teams nur wenig zu sagen hatte und er es intern besprechen wollte. Mit dem siebten Feldspieler wollte er uns in einer 6:0 Abwehr zwingen, womit sie sich einen Vorteil nicht nur für ihr Angriffsspiel erhofften, sondern auch die schnellen Angriffe unterbinden wollte. Das gelang ihnen nur in den ersten zehn Minuten bis zum Spielstand von 7:5. Danach übernahm unser Team sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff mehr und mehr das Spielgeschehen und baute den Vorsprung bis zur 25. Minute auf 16:9 aus.

Gestützt auf einen wieder überragenden Torhüter Michael Luderschmid wurden die Ballgewinne im Höchsttempo nach vorne getragen und die kleinsten Lücken in einer noch nicht gänzlich orientierten Abwehr genutzt. Leidtragende waren die Dansenberger Torhüter, die das zu spüren bekamen, was eine Woche zuvor der Kornwestheimer Torhüter durch nicht ganz konzentrierte Abschlüsse zu verhindern wusste. An der Dominanz konnte auch ein mehrfacher Torwartwechsel nichts ändern. Gewohnt ist man ja, dass sich die Zuschauer zum Ende des Spieles von den Sitzen ob der gezeigten Leistung ihres Teams erheben, was diesmal auch schon in der ersten Halbzeit der Fall war.

Mehr als zufrieden und dem 18:10 waren nicht nur die rund 900 Zuschauer in einer ausverkauften Wittelsbacher Halle, sondern auch Trainer Martin Wild. Der hatte in der Pause nur lobende Worte für sein Team und attestierte ihm, dass man gemerkt hat, dass es Spaß und Freude an der Abwehrarbeit hatte. So konnte in der Halbzeit auch darüber gescherzt werden, dass man zur Halbzeit hätte höher führen können, wenn Torhüter Michael Luderschmid mal einen Siebenmeter gehalten hätte. Allerdings war es so, dass er drei von vier Siebenmetern halten konnte, der Abpraller aber immer wieder beim Schützen landete, der dann den Nachwurf im Tor unterbrachte.

Trotz des deutlichen Vorsprungs sollte das Tempo hochgehalten und die sich bietenden Chancen genutzt werden. Mit den Fans im Rücken, die mit der Leistung ihres Teams ihre volle Freude hatten, wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut und betrug nach 37. Minuten erstmals zehn Tore. Bevor Michael Luderschmid sein Tor, das er mit seinen Vorderleuten „vernagelte“, Markus Winkler überließ, trug er sich noch mit zwei Toren in die Torschützenliste ein. Gefühlt waren es 60% gehaltener Bälle, da er bis zu seinem Wechsel in der 45. Minute nur 15 Gegentreffer hinnehmen musste. Markus Winkler unterstich in den letzten 15 Minuten seine in der zweiten Mannschaft gezeigte Leistung und musste auch nur noch fünfmal hinter sich greifen. Die Mannschaft ließ auch in ihrem Bestreben nach einem neuen Saisonrekord nicht nach, der bisher bei 37 Treffern lag, die gegen Balingen und in Oppenweiler erzielt wurden. Sebastian Meinzer war es vorbehalten, mit seinem siebten Tor auch den 40:20 Endstand zu erzielen.

Noch sind wir schuldig geblieben, dass das Spiel auch ein ungläubiges Kopfschütteln bei Trainer Martin Wild hervorrief. Es war unter anderem dem geschuldet, wie seine Mannschaft verletzungs- und krankheitsbedingter Rückschläge wegsteckte und eine kämpferische und „leichtfüßige“ Abwehrleistung hinlegte, der man nicht entnehmen konnte, dass der Gegner mit sieben Feldspielern eine nummerische Überzahl aufwies. Wenn die eigenen Fans nicht nur die eigenen Tore bejubelt, sondern auch die grandiose Abwehrleistung ist das ebenfalls die allerbeste Anerkennung für einen verdienten Sieg.

Martin Wild war nicht nur als Spieler in der ersten Mannschaft aktiv, sondern ist dies seit zehn Jahren auch als Trainer. Die Wittelsbacher Halle hat mit ihm als Spieler und noch mehr als Trainer spannende und begeisternde Spiele gesehen, die die Fans von den „Sitzen gerissen“ haben. Dass die Fans fünf Minuten vor Schluss aber ein Lied anstimmten, wie im Spiel gegen Dansenberg mit „Oh wie ist es schön“, war schon etwas Einmaliges. Es unterstich eindeutig, nicht nur wie sie das Spiel ihres Teams beurteilten, sondern auch das Auftreten, mit dem nochmals deutlich unterstrichen wurde, dass sie die Meisterschaft fest im Visier haben und sie sich auch von Rückschlägen davon nicht abbringen lassen.

Bevor in den nächsten Heimspielen mit den Rhein-Neckar-Löwen, dem TSB Heilbronn-Horkheim und dem letzten ernsthaften Verfolger Pfullingen Mannschaften aus der Spitzengruppe der Liga ihre Visitenkarte abgeben, dürfen die vermeintlich leichteren Gegner, weil in der unteren Tabellenhälfte platziert, nicht unterschätzt werden.

Dazu gehört ganz sicher der nächste Gegner, der TV Plochingen. Wir dürfen nur an den knappen 33:29 Heimspielerfolg erinnern, der auch erst in den Schlussminuten sichergestellt werden konnte. Momentan fehlt dem Aufsteiger nur ein Punkt zum ersten Nichtabstiegsplatz und könnte mit einem Überraschungssieg zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren. Die knappen Niederlagen gegen Balingen und die Rhein-Neckar-Löwen, sowie der Punktegewinn in Kornwestheim sollten Warnung genug sein. Wir sind uns aber sicher, dass unser Team mit Respekt, aber breiter Brust das Spiel angehen wird und schon am 22. Spieltag die vor der Saison anvisierten 40 Punkte auf dem Punktekonto verbuchen wird.

Tor:     Michael Luderschmid (2), Markus Winkler, Valentin Hagitte

Gianni Huber (4), Falk Kolodziej (3), Johannes Borschel (2), Korbinian Lex (7), Sebastian Meinzer (7), Felix Kerst (5), Yannick Engelmann (5), Johannes Stumpf (4), Julian Prause (1), Max Horner, Noel Newel, Benedikt Hagitte,

 

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