– Überzeugende 2. Halbzeit führt zum verdienten 21:31 (13:15) Erfolg über den TVS Baden-Baden –

Vor gut zwei Monaten hätte man von einem auch in dieser Höhe erwarteten Sieg gegen den Tabellenletzten sprechen dürfen, wenn da nicht die sechs Spiele mit vier Niederlagen und zwei Unentschieden in Folge gewesen wären. Nach der Niederlage der Kornwestheimer gegen Heilbronn war unserer Mannschaft bewusst, dass sie mit einer Niederlage wohl die letzte Chance um die Qualifikation für den DHB-Pokal verspielen würde. Die Südbadener, die mit nur einem Sieg und einem Unentschieden das Tabellenende zieren, ließen mit knappen Niederlagen aufhorchen, so dass sie gerade vor heimischem Publikum nicht unterschätzt werden durften. Die Mannschaft wurde von Trainer Martin Wild bestens auf den Gegner eingestellt und ging auch sehr konzentriert das Spiel an. So als wenn es der Mannschaft egal wäre, was und wie die beiden Unparteiischen entscheiden und ob sie Vollzählig oder in Unterzahl spielen, zogen sie ihr Spiel auf und führten nach zehn Minuten mit 2:5. Ganz so einfach hatte es Trainer Martin Wild nicht, den die Schiedsrichter schon in der 5. Minute verwarnten und in der 11. Minute mit einer Zweiminutenstrafe bedachten. Berechtigterweise verstand der „die Welt nicht mehr“, da es keinerlei Anlass gab sich schon in dem frühen Stadium des Spieles über die Entscheidungen so richtig aufzuregen und Nachfragen bzw. auch der Hinweis, dass das Abwehrverhalten der Gastgeber anders beurteilt wurde, gleich so geahndet wurden. Gestützt auf eine kompakte und bewegliche Abwehr, hinter der Michael Luderschmid wieder prächtig hielt, lag unser Team meist mit vier Toren in Führung. Eine weitere vollkommen überzogene Entscheidung fiel in der 25. Minute, als Sebastian Meinzer beim Spielstand von 8:13 mit der roten Karte auf die Tribüne geschickt wurde. Danach war die Souveränität weg. Die Mannschaft leistete sich einige technische Fehler, die von den Gastgebern genutzt wurde, so dass wir nur mit einer 13:15 Führung in die Halbzeitpause gehen konnten.

In dieser fand Martin Wild die richtigen Worte und das Team knüpfte nicht nur an die ersten Minuten des Spieles an, sondern steigerte sich auch noch. Das Ergebnis war, dass dem SVS-Angriff bis zur 44. Minute nur ein Tor gelang, es das zweite zum 15:24 Zwischenstand erzielt werden konnte. In der Folgezeit war das Spiel ein wenig zerfahren, was auch daran lag, dass es die Südbadener mit der Manndeckung von zwei Spielern versuchten und sich auch deren Torhüter etwas steigern konnte. Da unsere Abwehr aber stand, konnte der deutliche Abstand gehalten werden. Mitte der zweiten Halbzeit löste Markus Winkler Michael Luderschmid im Tor ab, der schon in der 34. Minute beim Spielstand von 13:16 einen Siebenmeter hielt und auch bis zum Schluss mit guten Paraden brillierte.

War es im Spiel gegen Saarpfalz noch ein Manko, dass von fünf Siebenmetern nur einer verwandelt werden konnte, zweite sich diesmal Frederik Hartz wieder Nervenstark und konnte seine vier Versuche alle nutzen. Letztlich konnte ein auch in dieser Höhe verdienter 21:31 Auswärtserfolg gefeiert werden, den auch 17 Panther-Fans bejubelten.

Am kommenden Wochenende können wir mit einem Sieg gegen den VfL Pfullingen einen weiteren Schritt in Richtung Pokal-Qualifikation machen, bevor es vielleicht am letzten Spieltag gegen Haßloch noch zu einem „Endspiel“ kommt.

Zunächst gilt aber alle Konzentration dem Spiel gegen Pfullingen, das unbeschwert aufspielen und vielleicht auch das „Zünglein an der Waage“ sein kann, da die Württemberger wohl nur noch eine theoretische Chance auf die eigene Qualifikation haben werden. Der deutliche 31:23 Erfolg über den HBW Balingen-Weilstetten sollte und Warnung genug sein, den VfL nicht zu unterschätzen. Der Erfolg in Baden-Baden sollte uns aber auch wieder das notwenige Selbstvertrauen zurückgegeben haben, so dass sich alle auf ein gutes und spannendes Spiel freuen dürfen.

Für den TuS spielten:

Tor:     Michael Luderschmid, Markus Winkler,

Alexander Leindl (4), Felix Augner (1), Falk Kolodziej (3), Maximilian Lentner, Sebastian Meinzer (1), Felix Kerst (1), Johannes Stumpf (1), Frederick Hartz (9/4), Julian Prause (3), Ole Schwagerus (3), Max Horner (2), Johannes Luderschmid (1), Alexander Horner (2),