Das 3.Liga Date steht an! Am Samstag treffen die Panther auf den Zweitplatzierten aus Nußloch. Die Mannschaft von Admir Kalabic reist also haushoher Favorit an, die Tendenz der letzten Spiele lässt aber einen leisen Hoffnungsschimmer auf eine Sensation Aufkommen. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Davor spielen um 17.00 Uhr die Damen aus Gröbenzell gegen den TV Großbottwar.

Das 3.Liga Date steht an! Am Samstag treffen die Panther auf den Zweitplatzierten aus Nußloch. Die Mannschaft von Admir Kalabic reist also haushoher Favorit an, die Tendenz der letzten Spiele lässt aber einen leisen Hoffnungsschimmer auf eine Sensation Aufkommen. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Davor spielen um 17.00 Uhr die Damen aus Gröbenzell gegen den TV Großbottwar.

Mit dem Heimspieltag am Samstag betreten die beiden 3.Liga Vereine Münchens Neuland. Erstmals tragen die beiden oberbayerischen Handball-Zugpferde, der TuS Fürstenfeldbruck und der HCD Gröbenzell, einen gemeinsamen Heimspieltag aus. Unsere Jungs und die Mädels aus Gröbenzell treffen sich zum ersten 3.Liga Date. Mit Hendrik Pleines und Harald Fischer haben zwei ehemalige Brucker Spieler und Trainer die Gröbenzeller Damen aus der Bayernliga bis in die 3.Liga-Spitze geführt. Hendrik läuft sogar immer noch gemeinsam mit TuS-Trainer Martin Wild gelegentlich im TuS-Trikot der Dritten Mannschaft auf. Dabei wurde dann irgendwann im vergangenen Spätsommer auch die Idee dieser tollen Veranstaltung geboren. Wir sind gespannt, wie das Event angenommen wird. Neben den beiden Top-Spielen gibt es reichlich Rahmenprogramm. Eine Grillstation, Einlaufkids, Halbzeitshows, Pressekonferenzen und eine öffentliche Players Party im Anschluss sollen für ein unvergessliches Highlight sorgen.

Dinge, die unseren Trainer Martin Wild momentan aber wohl weniger interessieren dürften. Er muss mal wieder an einer konkurrenzfähigen Mannschaft fürs Spiel gegen Nußloch basteln. Die Geschichte in dieser Saison nimmt mittlerweile ja schon fast kuriose Züge an. Regelmäßig passiert es mittlerweile, dass wenn sich ein Spieler in den Vordergrund spielt, er für längere Zeit ausfällt. In der Vorrunde Josy Stumpf mit Fingerbruch, dann Marcus Hoffmann zur Winterpause in der Torschützenliste führend, zuletzt Sebastian Meinzer nach seinen 13 Toren gegen Rödelsee, und nun hat es Frederik Hartz nach seiner tollen Vorstellung mit 6 Toren gegen Friedberg erwischt. Der 20-jährige Medizinstudent muss nach einem Skiunfall mit Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen pausieren. Korbinian Sparn fällt nach seiner Fersenprellung auch noch eine Zeit lang aus. Zumindest bei Kreisläufer Markus Dangers besteht trotz schmerzbedingt trainingsfreier Woche eine Resthoffnung auf einen Einsatz. In den Trikots, die mit den Namen Lentner, Dück, Huber oder Vuskovic beflockt wurden, stecken ja schon lange reaktivierte Akteure wie Andi Krauß, Alex Raff, Neuverpflichtung Michi Luderschmid, Rückkehrer Lucas Kröger oder Nachwuchsspieler Alexander Leindl drin. Am Samstag wird wohl mit Kilian Schweinsteiger ein weiterer alter Weggefährte in eines der verwaisten Jerseys schlüpfen.

Umso bemerkenswerter sind also die Leistungen der TuS-Youngster in dieser Saison. Vor allem die famose Rückraumreihe um Josy Stumpf, Falk Kolodziej und Korbi Lex gehen Woche für Woche an ihre Grenzen und darüber hinaus. Viel Zeit zum Verschnaufen bekommen sie nicht. Mit zuletzt 6:2 Punkten lassen sich die Panther einfach nicht abhängen und stehen momentan mit 19 Pluspunkten sogar eine Position über dem ominösen Strich. Friedberg (8) und Neuhausen (14) scheinen geschlagen. Balingen (18) hat einen Punkt weniger auf der Habenseite und Rödelsee (20) und Herrenberg (20) sind weiter in Schlagdistanz.

Ob nun gegen die SG Nußloch tatsächlich zwei weitere Zähler dazukommen, darf durchaus bezweifelt werden. Im Hinspiel musste unser Team die sportliche Dominanz des Gegners bei der deutlichen 28:38 Niederlage neidlos anerkennen. Viele Spieler der SG Nußloch haben bereits langjährige Erfahrungen in der Bundesliga sammeln können. Torwart Robbie Sowden, sowie die Feldspieler Daniel Häussler, Simon Kuch, Sebastian Körner, Max Schmitt und Philipp Müller waren alle einmal bei der SG Leutershausen in der 2.Liga aktiv. Rückraum Links Pierre Freudl hat schon um die Torjägerkanone in der 2.Bundesliga geworfen Im vergangenen Meisterjahr holte er sich mit 235 Toren souverän die Wertung in der BW Oberliga. Adrian Fritsch auf Rückraum Rechts stieg letztes Jahr mit der TSG Friesenheim in die 1.Bundesliga auf und Ex-Juniorennationalspieler und zweimaliger 2.Ligameister (TSG Friesenheim) Frank Müller zieht auf Rückraum Mitte äußerst gekonnt die Fäden und komplettiert die vielleicht stärkste Rückraumreihe der Liga. Dementsprechend anspruchsvoll wird die Aufgabe am Samstag: „Wir müssen eine außergewöhnliches Leistung bringen, wenn wir eine Chance haben wollen. Dem gefährlichen Rückraum müssen wir 60 Minuten lang die Spielfreude nehmen, Kreisläufer Philipp Müller kontrollieren und ihr präzises Gegenstoßspiel unterbinden“, bestätigt auch TuS-Trainer Martin Wild. Aber dass die Panther gerade solche Spiele lieben, haben sie schon oft bewiesen. Hochdorf (4.) und Konstanz (5.) konnten zu Hause niedergerungen werden, gegen Horkheim (6.) sprang ein Punkt heraus und gegen Leutershausen (1.) und Kronau/Östringen (3.) setzte es nach großem Kampf denkbar knappe 1-Tor Neiderlagen.

Etwas Hoffnung macht wie gesagt auch die aktuelle Tendenz der beiden Teams. Im Januar entschied sich die SG Nußloch keine Lizenz für die 2.Liga zu beantragen, und seitdem vor vier Wochen völlig überraschend ihr Trainer Admir Kalabic nach 13 Jahren Amtszeit seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gab, setzte es drei Niederlagen am Stück. Egal, ob es am Samstag für eine Sensation reicht, wir sind uns sicher, dass die altehrwürdige Wittelsbacher Halle ein selten dagewesenes Handballfest zu sehen bekommen wird. Kombitickets gibt es für beide Spiele für 12 Euro an der Abendkasse (ermäßigt 10 Euro). Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren zahlen 2 Euro, Kinder haben freien Eintritt. Auch die Einzelspiele können zum regulären Eintrittspreis gesehen werden. Ein frühes Erscheinen wird aber auf Grund des großen zu erwarteten Zuschauerinteresses empfohlen.