Die Panther verlieren ihr erstes Auswärtsspiel der Rückrunde mit 24:26 bei der HSG Konstanz. Der Tabellenvierte holte sich am Ende vor 700 Zuschauern in einer äußerst intensiv geführten Partie die Punkte verdient, weil der TuS zwar 60 Minuten lang kämpferisch gegen den Favoriten vom Bodensee zu überzeugen wußte, eine aggressive Abwehr stellte, sich nie aufgab, aber letztlich ein paar Fehlwürfe und technische Fehler im Angriff zu viel sammelte, um bei hochmotivierten Konstanzern zu gewinnen.

Man merkte der Mannschaft von Trainer Daniel Eblen sehr schnell an, dass sie auf Wiedergutmachung für die deutliche Hinspielniederlage aus waren. Vielleicht auch noch von der rund 10-minütigen Einlaufzerememonie beeindruckt, sahen sich die TuS-Youngster bereits einem 0:3 Rückstand hinterherlaufen, ehe sie geistig auf dem Spielfeld waren. Doch wie so oft an diesem Nachmittag, ließen sich die Panther von Rückschlägen nicht beeindrucken und stellten inerhalb kürzester Zeit den Ausgleich wieder her. 3:3 nach 5 Minuten. Nach 10 Minuten gingen sie durch den groß aufspielenden Josy Stumpf mit 5:6 sogar in Führung. Acht Feldtore sollte er an diesem Tag beisteuern. Bis zum 11:10 (27.) blieb das Spiel völlig offen. Die Abwehr um Andi Krauß und Tobi Prestele arbeitete ausgezeichnet. Immer wieder konnte der Ball geklaut werden. Eine harte Zeitstrafe gegen Christian Haller kurz vor der Pause nutzte Konstanz konsequent und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 14:10 aus.

Auch vom schnellen 15:10 direkt nach der Pause ließen sich die Panther nicht demoralisieren. in der 39. Minute war man wieder dran beim (17:15). Einer erneuten Zeitstrafe gegen den wacker kämpfenden Christian Haller folgte ein weiterer 3:0 Lauf der Heimsieben. 20:15 stand es nach 42 Minuten. Nach 50 Minuten schien das Spiel beim Zwischenstand von 25:18 entschieden zu sein. Doch in einem Team Time-Out schworen sich die Spieler von Trainer Martin Wild noch einmal ein und gingen mit einigen Wechseln in die Schlussphase. Tor um Tor holte der TuS nun auf, beim 26:20 in der 54.Minuten erzielte Konnstanz sein letztes Tor. Beim Stand von 26:24 (58.) hatten die Panther sogar noch zweimal die klare Einwurfchance, doch der gut aufgelegte Max Folchert im Kostanzer Tor beendete die furiose Aufholjagd abrupt.

TuS-Trainer Martin Wild zog nach Spielschluss ein gemischtes Fazit: „Die Jungs haben 60 Minuten lang tolle Moral bewiesen und in der Abwehr hervorragend gearbeitet. Leider konnten wir heute im Angriff unsere Stärken zu selten ausspielen. Auch weil Konstanz gut vorbereitet war. Unser Kreisläuferspiel hat heute nicht stattgefunden und der Rückraum hat zu selten mit der nötigen Zielstrebigkeit agiert, zudem haben wir zuviele 100 Prozentige liegen gelassen, um dieses schwere Spiel zu gewinnen.“ HSG-Trainer Daniel Eblen zeigte sich nach dem siebten Heimsieg seiner Mannschaft erleichtert:„Es ist immer unangenehm gegen Fürstenfeldbruck. Sie haben eine Spielanlage, die man sehr selten in der Saison so meistern muss. Dementsprechend schwer ist es, sich darauf einzustellen. Spielmacher Paul Kaltesch analyserte: „Kompliment an den TuS, die haben nie aufgehört zu kämpfen, auch wenn wir am Ende verdient gewonnen haben und uns Max Folchert zum Schluss gerettet hat, als wir nicht konsequent waren und zu viele Ballverluste produziert haben“.

Nächste Woche ist endlich wieder Heimspieltag in der Wittelsbacher Halle. Die Panther empfangen in einem enorm wichtigen Spiel die Mannschaft der TSB Heilbronn/Horkheim, der man sich im Hinspiel nach 22:16 Führung noch 28:30 geschlagen geben musste. Revanche ist also angesagt. Diesmal aus Sicht der Panther.

Für den TuS spielten: Grgic, Kröger, Stumpf (8), Meinzer (4), Knorr (3), Prestele (2), Hartz (2), Lex (1), Haller (1), Kolodziej (1), Krauß (1), Prause (1/1), Sparn