Noch zweimal schlafen, dann startet für die Brucker Panther endlich das Abenteuer 3.Liga! Gast zur Heimpremiere am Samstag ist das hocheingeschätzte Team der HSG Konstanz. Anpfiff in der Wittelsbacher Halle ist um 19.30 Uhr. Das Vorspiel bestreiten ab 17.10 Uhr der TSV Unterhaching (Bayernliga) und der TSV Trudering (Landesliga).

Eine ganze Region fiebert diesem Spiel entgegen und die Vorfreude im Team und Umfeld ist förmlich greifbar. Überall zieren Ankündigungsplakate das Stadtbild und das mediale Interesse sowie die Anzahl der Ticketanfragen ist enorm. Nach drei Jahren Abwesenheit heißt es ab Samstag endlich wieder „3.Liga Handball in Fürstenfeldbruck“!  Drei Monate harte Vorbereitung und zahlreichen Tests mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen wurden abgespult. Nun wird es endlich ernst. Mit einwöchiger Verspätung greifen jetzt auch die Panther ins Geschehen ein. Für die meisten Spieler im Team  ist es zudem eine besondere Premiere in ihrer Karriere. Erstmals dürfen sie das 3.Liga Emblem auf ihren Ärmel tragen.

Für Josy Stumpf, Sebastian Meinzer und Dubravko Grgic wird es gar das erste Mal der der Fall sein, dass sie das Fürstenfeldbrucker Trikot in einem Ligaspiel überstreifen werden. Zusammen mit Rückkehrer Tobi Prestele wird ihnen auch gleich eine sehr wichtige Rolle im Team zukommen. Alle vier haben sich in den letzten Monaten nachhaltig in den Fokus gespielt und im Hand umdrehen zu wichtigen Säulen in der Mannschaft entwickelt. Trainer Martin Wild lobte auf der Pressekonferenz vergangenen Freitag alle vier ausdrücklich für ihren Einsatz und ihre Entwicklung. Wer weiß, ob die so rasant gegangen wäre, wenn nicht Kapitän Maxi Dück und die beiden Rückraum Shooter Nick Huber und Korbi Lex weite Strecken der Vorbereitung verletzungsbedingt ausgefallen wären. Nachdem es für alle am Samstag nicht reichen wird und nun auch noch hinter dem Einsatz von Maximilian Lentner ein riesengroßes Fragezeichen steht, stellt sich auch die Frage nach dem Favoriten am Samstag endgültig nicht mehr.

Für das sicherlich unerfahrenste Team der Liga gibt es ohnehin nur ein Ziel dieses Jahr. Der Klassenerhalt soll unbedingt geschafft werden. Irgendwie. Der wohl geringste Etat der gesamten Staffel macht die Mission Klassenerhalt sicherlich nicht leichter. Trotzdem ist Manager Erich Raff vorsichtig optimistisch: „Es wird kein einfaches Unterfangen und es geht nur, wenn Alle als Mannschaft auftreten und für das gemeinsame Ziel auch gemeinsam kämpfen. Dazu kommt, dass sich die Mannschaft und das Umfeld auch von einem möglichen „Fehlstart“ nicht beirren lassen darf. Auch Trainer Martin Wild zeigt sich kämpferisch: „Ligakonkurrenten glauben uns schlichtweg nicht, mit unserem Etat 3.Liga spielen zu können. Dazu das jugendliche Alter unser Mannschaft macht uns für sie zu einem der größten Abstiegskandidaten. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass wir mit unserer Art Handball zu spielen, der Bereitschaft, der breiten Unterstützung und dem Teamgeist für einige Überraschungen sorgen werden und die Klasse halten können.“

Ob die erste Überraschung bereits am Samstag gelingt wird nicht zuletzt aufgrund der momentanen Personalsituation spannend werden. Und die HSG Konstanz ist in der 3.Liga so in etwa das, was der TuS Fürstenfeldbruck in der Bayernliga war. Ein Urgestein und Spitzenteam. Seit der Saison 94/95 spielt das Team vom Bodensee in der dritthöchsten Deutschen Spielklasse. 2001 – 2004 sammelte man sogar Erfahrungen in der 2.Bundesliga. Seit dem Abstieg platzierte man sich fast immer im oberen Tabellendrittel. Letztes Jahr sprang Rang vier heraus. Dieses Ergebnis will man dieses Jahr mindestens wiederholen. Und HSG-Präsident Otto Eblen macht auch keinen Hehl aus den mittelfristigen Zielen: „Der sportliche Aufstieg ist selbstverständlich das Ziel. Wir wollen in die 2. Bundesliga… mit dem jetzigen Stamm der Drittligamannschaft, der kontinuierlich durch die eigene Jugend und studierenden Nachwuchs ergänzt wird, können wir dieses hohe Ziel in den nächsten drei bis vier Jahren mit überschaubarem Risiko erreichen.“

Dazu steht dem langjährigen Trainer und Präsidenten-Sohn Daniel Eblen ein breiter und ausgeglicher Kader um Führungskraft Mathias Faißt (Rückraum Links) zur Verfügung. Neben den beiden erstligaerfahrenen Aussenspielern Fabian Schlaich (Balingen/Weilstetten) und Marc Hafner (Lemgo) ragen sicherlich die beiden durchsetzungskräftigen Kreisläufer Simon Flockerzie und Sebastian Groh heraus. Im Rückraum sorgen der wurfgewaltige Mathias Riedel und Spielmacher Paul Kaletsch für große Gefahr. Das Prunkstück der Konstanzer Mannschaft ist aber zweifelsohne ihre kompromisslose 6:0 Abwehr.

Eines steht auf jeden Fall schonmal fest – es wird ein großes Handballfest vor sicherlich beeindruckender Kulisse und tollem Rahmenprogramm werden. Um 17.10 Uhr treffen nämlich bereits mit dem TSV Unterhaching (Bayernliga) und dem TSV Trudering (Landesliga) zwei weitere Münchner Traditionsvereine aufeinander. Und es sind genau die beiden Teams, die der 3.Liga-Rückkehr der Region München einen würdigen Rahmen verleihen. Schließlich sind die Duelle dieser Mannschaften vergangener Tage in Deutschlands dritthöchster Spielklasse fast schon legendär. Namen wie beispielsweise Wiggerl Hofmann, Toni und Andi Schilcher, Ralf Teßmann, Christian Kofler, Philipp Ruhwandl, Alex Birner oder Gregor Christoforis prägten damals das Geschehen auf der Platte. Das Spiel darf sicherlich auch als ein Zeichen für die breite lokale Unterstützung des Fürstenfeldbrucker 3.Liga-Projekts gewertet werden. Deshalb freuen wir uns, wenn schon zahlreiche Zuschauer das Spiel von Marco Müller und seinem TSV Unterhaching gegen den TSV Trudering ab 17.10 Uhr verfolgen!

Karten gibt es für 9 Euro (6 Euro ermäßigt) an der Abendkasse. Zudem wird ein Gruppenangebot (10 Karten für 8) angeboten.