– TuS-Panther unterliegen im Endspiel der DJK Wölfe Rimpar mit 20:15 (6:6) –

Es durfte schon als Ehre angesehen werden, bei dem erlesenen Feld von Zweiligamannschaften dabei zu sein. So sah es auch Trainer Martin Wild, der seinen Spielern vor dem ersten Spiel gegen den Aufsteiger Eintracht Baunatal vermittelte, über die Abwehrarbeit Spaß am Spiel zu gewinnen und von den Zweitligamannschaften zu lernen. Schneller als gedacht, setzten seine Spieler dies in die Tat um und fanden tatsächlich über die Abwehr Spaß am Handball, das sogar den neutralen Fans in der Halle Applaus abverlangte. Die sehr gute und schnellbeinige Abwehr bereitete den Hessen mehr Mühe als sie es sich vermutlich vorgestellt hatten und hatten auch in der Abwehr mehr Probleme mit unserem Angriff, als ihnen lieb war. So war es schon eine kleine Überraschung, dass wir mit 12:10 in die Halbzeitpause gehen konnten. Da sich an der konzentrierten Leistung in der zweiten Halbzeit nichts änderte, konnte der Vorsprung sogar ausgebaut werden und mit dem 21:16 in der 35. Minute zeichnete sich ab, dass wir nicht mehr um den letzten Platz des Turniers spielen würden. Baunatal musste im ersten Spiel mit dem 14:21 ebenfalls eine Niederlage hinnehmen und blieb nach unserem 23:20 Erfolg in der Gruppe ohne Erfolg.

Mit diesem Erfolg hatte man schon mehr erreicht, als man von der Papierform her erwarten durfte. Nach der starken Vorstellung des TV Neuhausen/Erms, der in der letzten Saison den siebten Platz in der 2. Bundesliga belegte, ging es eigentlich nur darum, gut abzuschneiden. Wie Baunatal fand auch der einstige Bundesligist kaum eine Lücke in unserer Abwehr und was dennoch auf’s Tor kam, wurde von Dubravko Grgic meisterlich gehalten. Es war ein zähes Ringen um jeden Torerfolg, so dass es nach 15 Minuten erst 5:4 stand. Erfreulich war, dass wir in Führung lagen und diese bis zur Halbzeit nach 20 Minuten auf 8:4 ausbauen konnten. Da galt es schon mal tief durchatmen und zu realisieren, was wir bis dahin geleistet hatten. Auch in der zweiten Halbzeit erwies sich die Abwehr als fast unüberwindliches Hindernis, so dass dem Favoriten bis zur 35. Minute nur weitere vier Tore glückten. Zu diesem Zeitpunkt stand es 14:8 und der Einzug ins Finale war in greifbarer Nähe. Obwohl Neuhausen in den letzten Minuten noch vier Tore erzielen konnte, änderte das nichts mehr an der 15:12 Niederlage und dem eigentlichen Coup des Turniers.

Da sich in der anderen Gruppe die Gastgeber Wölfe Rimpar mit einem Unentschieden gegen Leipzig und dem Sieg gegen Dormagen durchgesetzt hatten, kam es zum Aufeinandertreffen der ehemaligen Bayernligarivalen.

Da hieß es nochmals die letzten Kräfte zu mobilisieren und versuchen, das Unmögliche Möglich zu machen. Auch in diesem Spiel war der Garant eines zumindest in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Spiels die Abwehr. Dass der hohe Favorit nach dem 2:1 in der 4. Minute erst wieder in der 14. Minute mit 5:4 in Führung gehen konnte, behagte dem Trainer der Gastgeber ganz und gar nicht, da seine Spieler sich nach seiner Auffassung zu sehr auf 1 gegen 1 Situationen einließen, statt den Ball laufen zu lassen. Das änderte sich nach dem 6:6 Pausenstand in der zweiten Halbzeit. Hier macht sich nicht nur das druckvollere Spiel bemerkbar, sondern auch die breitere Bank der Unterfranken. Nach dem 11:7 war eine Vorentscheidung gefallen, obwohl sich unser Team nochmals auf 13:11 herangekämpft hatte. Trotz der 20:15 Niederlage konnte jeder einzelne Spieler stolz auf seine in dem Turnier gezeigte Leistung sein. Aus einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung darf doch Korbinian Sparn hervorgehoben werden, der es sich trotz vorangegangener Nachtschicht nicht nehmen ließ, mit zum Turnier zu fahren, da die anderen beiden Linkshänder nicht zur Verfügung standen und er ohne diese beiden durchspielen musste. Die Erfolge über die Zweitligisten waren sehr schöne Erfolgsmomente, die Trainer Martin Wild wohl einzuordnen weiß. Er hat aber sehr viele positive Elemente seines Team vermittelt bekommen, auf die in den nächsten Wochen bis zum Saisonbeginn aufgebaut werden kann. Jetzt stehen allerdings 14 Tage Erholung auf dem Programm, die sich die Mannschaft nach der ersten Vorbereitungsphase aus redlich verdient hat.

Die Ergebnisse: TuS – Eintracht Baunatal 23:20

TuS – TV 1893 Neuhausen/Erms 15:12

Endspiel TuS – DJK Wölfe Rimpar 15:20

Für den TuS spielten: Tore aus allen Spielen

Tor: Dubravko Grgic, Robert Vuskovic,

Falk Kolodziej (7/5), Christian Haller (3), Markus Dangers (6), Andreas Knorr (5), Sebastian Meinzer (3), Josy Stumpf (2), Julian Prause (1), Korbinian Sparn (8/2), Maximilian Lentner (11), Tobias Prestele, Korbinian Lex (7)