– Winkelhaid wird schon in den Anfangsminuten überrollt –

Dass wir trotz der personellen Probleme das Spiel beim TSV Winkelhaid über die Abwehr gewinnen können, daran hatte Trainer Martin Wild keine Zweifel. Die Frage war nur, gibt es einen Zittersieg oder können andere Spieler, allen voran Maximilian Lentner, den Part von Maxi Dück im linken Rückraum übernehmen und dem Trainer einen entspannten Abend bieten. So, als wenn er schon immer in der Stammformation auf dieser Position gespielt hätte, trumpfte Maximilian Lentner auf und erzielte bis zur Auszeit der Gastgeber in der 9. Minute schon drei der bis dahin sechs geworfenen Tore.

In der wieder bestens gestaffelten Abwehr fand der Winkelhaider Angriff um Sturmführer Ingo Kundmüller, mit 68 Toren zweitbester Torschütze in der Bayernliga, kaum eine Lücke. Wenn dies doch der Fall war, stand dahinter ja noch Martin Wagner, der bis zur Auszeit nur einen Treffer zuließ. Eine deutliches Signal setzte er zudem noch, als er beim Spielstand von 3:9 in der 13. Minute auch noch den ersten Siebenmeter der Gastgeber halten konnte. So konnte der Vorsprung über die Abwehr mit schnell vorgetragenen Angriffen und erfreulicher Weise auch aus dem gebundenen Spiel von Minute zu Minute erhöht werden, so dass die Mannschaft mit einem beruhigenden 10:21 Vorsprung in die Halbzeitpause gehen konnte.

Dass die Angriffsleistung in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut war wie die der ersten, fiel nicht weiter ins Gewicht, da sich die Abwehr weiterhin keine Blöße gab. Hinter der stand jetzt Simon Wicha, der nach vierwöchiger Verletzungspause auf seinen Einsatz richtig heiß war und dies mit einer überzeugenden Leistung auch dokumentierte. Wie gut die Abwehr stand, lässt sich vielleicht auch daran erkennen, dass die Fans des TSV zwischen der 34. und 52. Minute nur ein Tor und zwar das zum 13:24 bejubeln konnten. Nach 35 Minuten fiel mit Alexander Raff ein weiterer Rückraumspieler aus, so dass Trainer Martin Wild ein wenig experimentieren musste. Bis zur 59. Minute sah es fast so aus, als ob der Rekord aus dem Spiel gegen Sulzbach vor einer Woche, als wir nur 16 Gegentreffer hinnehmen mussten, noch überboten werden kann. Leider mussten wir in den letzten zwei Minuten noch zwei Gegentreffer hinnehmen, was aber die insgesamt wieder überzeugenden Abwehrleistung in keinster Weise schmälerte.

Anzumerken ist noch, dass sich nach dem Ausfall von Alexander Raff der Joungster Markus Hoffmann als sicherer Siebenmeterschütze entpuppte und vom Siebenmeterpunkt vier mal erfolgreich war.

Nach diesem Pflichtsieg, der aber in dieser Deutlichkeit nicht erwartet werden durfte und deshalb der Mannschaft ein großes Lob ausgesprochen werden darf, wartet mit der zweiten Mannschaft des Zweitligisten Erlangen ein ganz anderes Kaliber auf unsere Mannschaft. Spielertrainer ist der langjährige Zweitligaspieler Tobias Wannenmacher, der sein mit vielen Talenten besetztes Team bestens führen kann, was sich auch in dem bisherigen Saisonverlauf wiederspiegelt. Da man davon ausgehen kann, dass Erlangen das Spiel gegen die zweite Mannschaft aus Coburg gewinnt, treffen wir am kommenden Samstag, den 26.11.2011, 19:30 Uhr, in der Wittelsbacher Halle auf den mit uns punktgleichen Tabellenvierten, der bisher nur eine Niederlage – am zweiten Spieltag in Rödelsee – hinnehmen musste und gegen den Tabellenführer Auerbach bzw. Ottobeuren Unentschieden spielte.

Die Mannschaft darauf vorzubereiten hat Trainer Martin Wild jetzt eine Woche Zeit, die sicherlich auch dazu nutzen wird, das im Spiel gegen Winkelhaid gewonnene Selbstvertrauen bei Maximilian Lentner zu festigen, da Maxi Dück gegen Erlangen ganz sicher noch fehlen wird und „Lenti“ wieder gefordert sein wird.

Für den TuS werden spielen:

Martin Wagner, Simon Wicha (Tor)

Christian Wallnitz (5), Marco Müller (2), Andreas Krauß (1), Marcus Hoffmann (8/4), Stefan Gärtner, Korbinian Sparn (2), Andreas Knorr (5), Alexander Raff (3/2), Maximilian Lentner (5), Kilian Schweinsteiger, (2)