Eine deftige Niederlage kassierte die Damenmannschaft des TuS Fürstenfeldbruck beim Zweitplatzierten HSG Isar-Loisach. Das Ergebnis von 15:35 (7:15) spiegelt aber nicht ganz die Leistung wieder, die der TuS phasenweise in diesem Spiel lieferte. Denn wenn man bedenkt, dass man in der ersten Halbzeit fast eine Viertelstunde ohne Gegentor blieb und den Gegner handballerisch beherrschte und sowohl in Abwehr wie auch Angriff überzeugte, ist das Ergebnis eigentlich nicht so richtig zu verstehen.

Aber unerklärliche, wirklich eklatante technische Fehler, Unkonzentriertheiten in einem Maße, die unter normalen Umständen kaum zu ertragen sind, waren prägend für dieses Spiel und erleichterten einem Gegner, der für die Liga gut ist, aber bei weitem nicht das spielerische Potenzial besitzt, um der Ligaspitze aus Dietmannsried auch nur annährend Paroli bieten zu können, das Spiel ungemein. Denn ehe sich die Mannschaft aus Wolfratshausen versah, lagen sie schon nach 15 Minuten mit 10 Toren Vorsprung in Front. Eine fast schon grotesk anmutende Mischung aus Fang-, Pass- und Schrittfehlern im Angriff ermöglichte der HSG, immer wieder mittels Gegenstößen alleine auf die bedauernswerte Torhüterin Anita Jakobi zuzulaufen. Und wenn in dieser Zeit doch mal etwas klappte, scheiterte man an den Nerven oder dem eigenen Unvermögen, den Ball im Tor des Gegners unterzubringen. Doch die gelungenen, aber bis dahin erfolglosen  Aktionen schienen der Mannschaft vertrauen zu geben, denn als „Frau“ beschloss, sich auf die handballerischen Grundkenntnisse zu besinnen, zeigte die Mannschaft ein gutes Spiel. Denn man erkannte, dass der Gegner im gebundenen Spiel auch nur durchschnitt war. So dominierte man die Phase bis kurz vor Schluss der ersten Halbzeit, bis sich mal wieder Kuriositäten der besonderen Art einschlichen, die eine bessere Ausgangsposition leider zunichte machten.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Ehe man sich versah, war beim Passen oder Fangen der Fuß vor der Hand, die Seitenauslinie näher als man dachte oder die eigene Mitspielerin plötzlich unglaubliche vier Meter groß……….. Isar-Loisach genoss wieder freie Bahn und setzte sich mal wieder weiter ab. Gut, in dieser Phase wurde es auch noch unnötigerweise hektisch, was sich in einer roten Karte für Barbara Schwojer nach dreimaliger Zeitstrafe widerspiegelte. Als die Damen sich wieder auf das Spiel zurück besannen, war der Gegner auch nicht mehr so übermächtig und es entwickelte sich ein Handballspiel, das seinem Namen nach schon etwas gerechter werden sollte.

Insgesamt war das Spiel nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt, aber es sind eben nur Phasen, die sich die Mädels geben, um der Sportart gerecht zu werden. Es bleibt für jede einzelne ein Kampf mit sich ….., der noch lange nicht gewonnen ist und noch viele Rückschläge erwarten lassen wird – in der Hoffnung, dass sich vielleicht die Phasen, die mit dem Sport etwas zu tun haben, langsam aber stetig ausbauen können.

Es spielten:

Anita Jakobi (TW); Charlene Groß (6/6), Michaela Kern (4), Andrea Gruber (2), Veronika Reichlmayr (1), Barbara Schwojer (1), Linda Brychta (1), Julia Braumiller, Alexandra Kandler und Carina Kistler.

Für den Support bedanken wir uns bei Sabine Müller, Hans Raab und Michi Kerns Vater.