Die Panther haben ihre fünf Partien andauernde Niederlagenserie beendet – und wie! Gegen die SG Pforzheim/Eutingen gelang ein beeindruckendes 40:28 (21:10) – und das, obwohl die Brucker über weite Strecken auf ihren früh mit zwei Zeitstrafen belasteten Leistungsträger Benedikt Kellner verzichten mussten.

Beim Stand von 6:5 in der zwölften Minute hielten die Unparteiischen Kellner bereits zum zweiten Mal Zeige- und Mittelfinger entgegen – das Zeichen für eine Zwei-Minuten-Strafe. Nach der dritten ist im Handball Schluss. Wild musste also reagieren und seinen Torjäger vom Feld nehmen – damit er in einer womöglich engen Schlussphase nicht fehlt.

Die Bedenken des Panthertrainers hielten sich jedoch in Grenzen. „Ich wusste, dass ich Alternativen in Abwehr und Angriff habe – obwohl mit Sebastian Meinzer schon ein wichtiger Spieler für die 3-2-1-Abwehr fehlte“, sagte Wild. Außerdem konnten sich die Panther genau in dieser Phase ihren deutlichen Vorsprung erspielen. „So hatten wir einen relativ beruhigten Abend.

Kellner kam in der Schlussphase natürlich wieder und erzielte noch drei Tore. Wirklich nötig war das an diesem Abend aber nicht. Denn die Partie war 20 Minuten vor dem Ende bereits entschieden.

Vor allem ab der zwölften Minute bis etwa zehn Minuten nach der Pause bezeichnete Wild das Spiel seiner Truppe als „mit das Beste, was wir seit längerer Zeit gesehen haben“. Zahlreiche Ballgewinne, schnelle Gegenstoßtore und eine erbarmungslos zupackende Abwehr sorgten dafür, dass Pforzheim keine Freude an diesem Handballabend gehabt haben dürften.

Ganz anders die Panther. „Die Jungs hatten heute richtig Spaß am Handballspiel, an der Abwehr, am Gegenstoßspiel“, sagte Wild. Belohnung dafür, dass sich die Truppe auch während der Pleitenserie im Training nicht hängen ließ, sondern laut Wild immer weiter Gas gegeben hatte. Dass die Spieler dabei auch mal etwas aneinander geraten waren – geschenkt. „Das gehört in solchen Phasen dazu“, sagte Wild.

Und war nach der Partie gegen Pforzheim ohnehin vergessen, denn: „Der Abend hat uns allen gute getan“, sagte Wild, der sich außerdem über die eine oder andere Erfolgsstory während des Spiels freute. So hat Andre Schmidbauer aus der Reserve sein erstes Spiel bestritten und prompt auch gleich ein Tor erzielt. „Und Felix Müller hat über weite Strecken ein tolles Spiel im Tor gezeigt“, sagte Wild.

Dass die Gäste stark dezimiert angereist waren, wollte Wild freilich nicht verheimlichen. „Ihnen haben zehn oder elf Spieler gefehlt, das muss man schon auch dazu sagen.“ Die Leistung seiner Spieler an diesem tollen Handballabend schmälere das aber nicht.

Panther: Luderschmid, Müller; Bernhard 6, Silvestri 2, Hlawatsch 3, Riesner 5, Kellner 3, Schmidbauer 1, Kerst 6, Völker 2, Link 6, Schell 1, Pichler, Riemschneider 2, Damm 3, Prestele

Andreas Daschner