Die Power hat gefehlt. So lautet das Fazit von Panthercoach Martin Wild nach der 34:38 (19:20)-Heimniederlage im Nachholspiel gegen Neuhausen – dem dritten Spiel in zehn Tagen. „Normalerweise kann man so einen Spielplan schon mal wegstecken“, sagte Wild. Er habe aber schon befürchtet, dass seinen Spielern irgendwann die Energie ausgehen könnte.

Vorboten dafür gab es: Spiele mit dezimiertem Kader, schlechte Trainingsbeteiligung aufgrund von Verletzungen und einer Krankheitswelle. Das machte sich nun auf dem Spielfeld bemerkbar.

„In der Abwehr haben wir keinen Zugriff bekommen – weder in der 6-0- noch in der 3-2-1-Variante“, sagte Wild, der die Taktik mehrfach wechselte. Neuhausen sei dynamisch aufgetreten. Tatsächlich haben die Gäste mächtig aufs Tempo gedrückt – und damit die Schwachstelle der Panther an diesem Abend gnadenlos ausgenutzt.

Dazu kam, dass der zuletzt so starke Sebastian Allmendinger krank ausfiel. Für ihn reaktivierte Wild sogar Routinier Michael Luderschmid. Zunächst stand aber Felix Müller im Kasten, bekam jedoch herzlich wenig Unterstützung von seinen Vorderleuten. Wild wollte den Stab über seinem Youngster dann auch nicht brechen, sprach lediglich davon, dass das Torhüterduell an Neuhausen ging.

Luderschmid kam später, hatte durchaus seine Momente, in denen der Publikumsliebling von seinen Fans auch gefeiert wurde – die Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern. Zumal die Panther nicht nur in der Abwehr mit Problemen zu kämpfen hatten. 34 Tore seien zwar in Ordnung, so Wild. Man habe auch freie Würfe vom Kreis vergeben. Und mit nachlassender Kraft vor allem gegen Spielende zu viele technische Fehler gemacht.

Dennoch „Der Angriff war alles in allem im Rahmen, 20 Gegentore schon zur Pause sind aber zu viel“, machte Wild das Hauptproblem letztlich im Abwehrbereich fest.

Den endgültigen Todesstoß kassierten die Panther etwa 20 Minuten vor Schluss, als die Neuhausener von 24:24 auf 30:24 davonzogen. „Das waren fünf Minuten, die uns das Genick gebrochen haben“, sagt Wild. Sein Fazit: Neuhausen war aggressiver, hatte mehr Energie auf der Platte und deshalb auch verdient gewonnen.

Andreas Daschner