So hatten sich die Panther den Start ins Jahr 2024 nicht vorgestellt: Gegen den Vorletzten VfL Waiblingen setzte es eine 34:35 (16:15)-Niederlage. „Wir haben heute in Belangen nicht die Leistung abgerufen, die wir zeigen wollten“, lautete das ernüchterte Fazit von Trainer Martin Wild nach dem Auftritt seiner Mannschaft.

Weder konnte sich der Übungsleiter daran erinnern, wann seine Truppe zum letzten Mal gegen eine Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel verloren hatte, noch wann sie so schlecht in ein Spiel gestartet war. 0:6 hieß es nach sechseinhalb Minuten. Erst bei Spielzeit 6:57 gelang Benedikt Kellner der erste Panthertreffer.

Gründe für den Stotterstart gab es laut Wild gleich mehrere. Zum Beispiel die ersten fünf, sechs freien Würfe, bei denen die Panther den Waiblinger Torhüter halbhoch anschossen. „Die waren unglaublich schlecht geworfen.“ Dazu sind die Panther auch nicht in die Zweikämpfe gekommen und zeigten ein schwaches Rückzugverhalten, das es den Waiblingern immer wieder leicht machte, selbst abzuschließen.

Eine gute Phase hatten die Panther dann noch vor der Halbzeit. „Da waren die Emotionen da und wir sind ins Tempospiel gekommen“, sagt Wild. Eine Viertelstunde lang hätte die Mannschaft den üblichen Pantherhandball gespielt. „Das hat dann gereicht, um mit 20:17 in Führung zu gehen.“ Diese Führung mache es noch bitterer und unnötiger, dass die Brucker anschließend das Handballspielen quasi eingestellt hätten, so Wild.

Technische Fehler noch und nöcher, den Gegner zum Gegenstoßspiel einladen, in der Abwehr keinen Zugriff mehr und im Angriff ein immer statischeres Spiel – mit diesen deutlichen Worten listete Wild die Unzulänglichkeiten im Spiel seiner Mannschaft auf. Wild fand die gezeigte Leistung schade – vor allem angesichts der tollen Zuschauerkulisse mit 750 Fans. „Wir ärgern uns selbst am meisten darüber, weil es absolut unnötig war“, so Wild – der zugleich einen besseren Auftritt seiner Mannschaft beim Derby in München am kommenden Samstag versprach.

Panther: Allmendinger, Müller; Bernhard 1, Silvestri, Hlawatsch 1, Riesner 3, Kellner 9, Meinzer, Kerst 12/2, Völker 3, Link 2, Schell, Pichler, Riemschneider 3, Damm, Prestele

Andreas Daschner