Was für Abschluss des Jahres 2023 für die Panther: Bei der zu Hause bis dahin ungeschlagenen SG Pforzheim/Eutingen gelang der Mannschaft von Trainer Martin Wild ein überzeugender 31:28-Sieg – und das, obwohl wichtige Spieler fehlten. Oder wie Wild es formulierte: „Wir sind auf der letzten Rille gefahren.“

Tatsächlich fehlten mit Sebastian Meinzer und Tobias Prestele zwei wichtige Spieler für die zuletzt so starke 3-2-1-Abwehr. Und auch Marco Silvestri musste passen. Benedikt Kellner trat die Fahrt zwar mit an, konnte wegen einer Schulterverletzung aber nur sporadisch im Angriff spielen. Und dennoch stand am Ende der Sieg – weil die Mannschaft die Partie „cool und clever runtergespielt hat“, wie Wild anerkennend sagt.

Doch um die Möglichkeit überhaupt erst zu bekommen, das Spiel runterzuspielen, mussten die Panther erst einmal einen Rückstand drehen. Denn nach der ersten Viertelstunde stand es 6:8 aus Sicht der Panther. Wild hatte trotz der Ausfälle hinten mit einer 3-2-1-Formation begonnen – mit Jonas Link und Han Völker statt Meinzer und Prestele.

Dass seine Mannschaft in Rückstand lag, will der Coach aber nicht unbedingt an der Taktik festmachen. Eher schon daran, dass man zu viele Wurfchancen liegen ließ und Pforzheims Tim Ganz kaum zu kontrollieren war. Dennoch stellte der Coach um: 6-0-Abwehr und siebter Feldspieler im Angriff. Offenbar der richtige Weckruf für seine Truppe, denn von da an bekamen die Brucker das Spiel immer besser in den Griff.

„Ich würde sogar sagen, wie haben die restlichen 45 Minuten dominiert“, sagt Wild. Für den Übungsleiter nicht selbstverständlich gegen einen so heimstarken Gegner. „Wir haben unglaublich wenige technische Fehler gemacht, die Abwehr stand richtig gut“, sagt Wild. Dass Pforzheim nicht unbedingt in Bestbesetzung antrat, will der Übungsleiter angesichts der eigenen Ausfälle keinesfalls als Schmälerung der eigenen Leistung sehen.

Neben Felix Kerst, der von den Ballgewinnen der Abwehr am meisten profitierte und insgesamt zehn Tore erzielt, glänzten vor allem Sebastian Allmendinger im Tor und der einmal mehr starke Philipp Hlawatsch in der Abwehr. Und auch Manuel Riemschneider bekam dieses Mal deutlich mehr Spielzeit, als in vorangegangenen Partien. „Er hat eine wichtige Rolle gespielt“, lobt Wild den Rückraumspieler.

Am Ende freute sich der Panthercoach darüber, dass seine Mannschaft „nie die Kontrolle verloren hat“. Selbst die eine oder andere kurze Phase, in denen Pforzheim auf drei, vier Tore herankam, brachte die Panther nicht ins Wanken. Zur Belohnung dürfen die Brucker sich nun mit einer „lockeren Trainingswoche“, so Wild, in die Weihnachtsfeiertage verabschieden. Denn: „Das war der perfekt Jahresabschluss“, so der Trainer.

Panther: Allmendinger Müller; Bernhard 1, Hlawatsch 4, Riesner 1, Kellner 2, Kerst 10/2, Völker 4, Link 3, Schell 1, Pichler 1, Riemschneider 2/1, Damm 1

Andreas Daschner