Emotionen statt Rationalismus – so lautet die Vorgabe von Trainer Martin Wild für das anstehende Heimspiel seiner Panther am Samstag, 19.30 Uhr gegen Kornwestheim. Man wolle die Taktik des Gegners „nicht verwissenschaftlichen“, sagt der Übungsleiter. Statt dessen baut er darauf, dass seine Spieler nach zuletzt eher schwächeren Wochen heiß auf einen Sieg sind.

„Im Training hat man schon gemerkt, dass die Jungs auf das Spiel brennen“, sagt Wild und liefert den Grund gleich hinterher: „Weil wir unzufrieden mit den vergangenen Wochen sind.“ Vor allem die jüngste Partie gegen Horkheim wurmt die Panther doch sehr, da man das Spiel über weite Strecken im Griff hatte, am Ende aber doch mit leeren Händen dastand. „Es sind immer wieder Fünf-Minuten-Phasen, mit denen wir uns um den Lohn bringen.“

Mit dem aktuellen fünften Tabellenplatz rangieren die Panther zwar in dem Bereich, den sie auch fürs Saisonende anpeilen. „Aber wir hätten mehr rausholen müssen“, sagt Wild. Das nage an seinen Spielern. Und deshalb wollen sie am Samstag unbedingt mal wieder einen Heimsieg feiern. „Es ist an der Zeit dafür“, sagt Wild angesichts zweier Pleiten in Folge im Pantherkäfig.

Der Gegner Kornwestheim ist dabei ein alter Bekannter. „Sie hatten wenig Veränderung im Kader“, sagt Wild. Das birgt den Vorteil, dass die Panther wissen, was auf die zukommt. Auf der anderen Seite sind die Gäste eine eingespielte Truppe, die mit Felix Kazmeier einen der besten Torjäger der dritten Liga und mit Jan Reusch einen gefährlichen Spielmacher in ihren Reihen weiß.

„Dazu ist Kornwestheim die Mannschaft mit der variabelsten Abwehr in der Liga“, sagt Wild. Häufig wechselt die Truppe zwischen einer 6-0- und einer 3-2-1-Variante. „Wir wollten dieses Thema im Training aber nicht verwissenschaftlichen“, sagt Wild. Klar, schließlich sollen die Emotionen im Mittelpunkt stehen. „Wir lassen das also auf uns zukommen“, sagt Wild, der am Samstag wohl auf den erneut erkrankten Felix Kerst verzichten muss. Dafür wird Benedikt Damm wieder in den Kader zurückkehren.

Andreas Daschner