Die Panther haben sich nach zuletzt zwei Heimniederlagen in beeindruckender Manier zurückgemeldet. Die Salamander aus Kornwestheim waren mit dem 45:36 (24:16) der Brucker jedenfalls noch gut bedient. Die Hausherren haben sich vor 450 Zuschauern im Pantherkäfig den Frust der vergangenen Wochen von der Seele geballert.

Wenn man einen Panther reizt, zeigt er die Krallen. Und gereizt waren die Brucker Panther nach den vermeidbaren Niederlagen gegen Horkheim und Oppenweiler sowie dem eher leidlich überzeugenden Sieg bei der TGS Pforzheim. Das bekamen die Salamander nun zu spüren. Von der ersten Minute an merkte man den Bruckern an, „dass sie wirklich darauf gebrannt haben, ein emotionales Spiel abzuliefern“, wie Coach Martin Wild sagte.

Vom Start weg gingen die Brucker ein hohes Tempo und bestraften jeden der vielen Fehler der Kornwestheimer gnadenlos. „45 Tore sprechen Bände“, kommentierte Wild den offensivstarken Auftritt seiner Truppe. Aber auch in der Abwehr überzeugten die Panther – und das, obwohl sich kurz vor dem Spiel auch noch Kapitän Jonas Link krankheitsbedingt abgemeldet hatte. „Ich hatte schon Bedenken, ob die Kräfte reichen“, sagt Wild.

Doch seine Jungs hätten das bravourös gelöst. „Sie waren hochkonzentriert, haben in der 3-2-1-Anbwehr gut verteidigt und einen vernünftigen Rhythmus gehabt.“ Im Angriff konnte der Übungsleiter über die 60 Minuten ein starkes Eins-gegen-eins-Verhalten und eine gute Wurfqualität beobachten – vor allem von der ersten Sieben, die auch entsprechend viel Spielzeit bekam.

Gleichwohl sprach Wild von einer Mannschaftsleistung, vergaß aber nicht, die herausragenden Benedikt Kellner (zwölf Tore) und Sebastian Meinzer (neun Tore) zu erwähnen, die zusammen für fast die Hälfte der Brucker Tore verantwortlich zeichneten. Und auch die jungen Flügelspieler Marco Silvestri, Lucas Pichler und Florian Bernhard – teamintern liebevoll Tick Trick und Track genannt – überzeugten mit tollen Gegenstoßspiel und einer guten Wurfquote.

Dass Kornwestheim nicht noch deutlicher unter die Räder kam, lag an der Schlussphase, in der so einige strittige Entscheidungen der Unparteiischen und der offiziellen Spielbeobachters des Verbands für Unruhe sorgten. Beide Trainer nahmen das am Ende angesichts des deutlichen Spielverlaufs aber gelassen und sprachen davon, dass den Zuschauern so noch etwas geboten war, als „das Spiel angefangen hat, langweilig zu werden“, so Wild. Am Ende fasste Rückraumspieler Meinzer die Partie treffend zusammen: „Ein schönes Spiel und ein tolles Ergebnis.“

Panther: Allmendinger, Müller Bilic; Bernhard 2, Silvestri 6, Hlawatsch 2, Riesner 2, Kellner 12, Meinzer 9, Völker 2, Schell 2, Pichler 2, Riemschneider 3/2, Damm 2, Prestele

Andreas Daschner