Man kennt sich gegenseitig in Fürstenfeldbruck und Pfullingen – schließlich sind beide Teams seit einiger Zeit weitgehend im Gleichschritt unterwegs. „Pfullingen war in den vergangenen Jahren immer ein direkter Konkurrent, sie haben tatsächlich eine ähnliche Vita wie wir“, sagt Panthercoach Martin Wild. Trotzdem wird die Partie am Samstag, 20 Uhr, beim Tabellenachten Neuigkeiten bieten – und zwar auf der Pfullinger Trainerbank.

Daniel Brack war beim VfL beinahe ein ähnliches Urgestein wie Wild bei den Panthern. Der Übungsleiter hatte die Pfullinger aus dem schnöden Mittelfeld in die Spitzengruppe der 3. Liga geführt. Doch nun ist seine Ära beendet. Für ihn übernimmt sein bisheriger Co-Trainer Florian Möck, den man aber getrost auch als Urgestein beim VfL bezeichnen kann: Seit 1999 ist er beim Verein – nun erstmals als hauptverantwortlicher Trainer.

Doch egal, wer an der Trainerbank steht: Wild freut sich so oder so auf die Partie. „In Pfullingen macht es Spaß zu spielen“, sagte er. Und führt die meist gut gefüllte Halle und die Emotionen auf dem Spielfeld dafür an. Genau der Handball der Panther eben. Dazu kommt, dass auch die Gastgeber das temporeiche Spiel lieben. „Das wird wieder ein ganz anderes Spiel als gegen Leutershausen“, prophezeit Wild.

Dementsprechend wird es auf ein gutes Umschaltspiel der Panther ankommen, um den Pfullingern bei ihren Gegenstößen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Eine Prognose fürs Spiel will Wild – wie schon in den vergangenen beiden Partien – nicht abgeben. „Da werden Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden“, sagt er.

Dass die Gastgeber in der Tabelle vier Zähler hinter Bruck liegen, lässt Wild nicht als Indikator für den Spielausgang gelten. „Pfullingen hat einen holprigen Start hingelegt, der auch durch einige Ausfälle bedingt war“, weiß er. Der Großteil der Verletzten ist nun aber wieder an Bord – und hat zuletzt immerhin in eigener Halle Oppenweiler geschlagen. „Das zeugt von ihrer Qualität“, sagt Wild.

Es ist also alles bereitet für ein weiteres Spitzenspiel – zumal Wild auch wieder auf seinen fast vollzähligen Kader hoffen kann. Freilich fehlt weiter der Langzeitverletzte Johannes Stumpf. Dafür ist Manuel Riemschneider wieder voll im Training und am Samstag dabei. Ein Fragezeichen steht lediglich noch hinter Felix Kerst, der unter der Woche nur sehr dosiert trainieren konnte.

Andreas Daschner