Die Panther sind wieder da! Mit einem eindrucksvollen 41:32 (20:14)-Sieg gegen Oftersheim haben die Brucker die beiden schwachen Auftritte gegen Balingen und in Kornwestheim vergessen lassen. Dabei waren die Gäste mit dem Ergebnis noch gut bedient. Erst als die Panther in der Schlussphase die Zügel etwas schleifen ließen, konnten sie die Niederlage freundlicher gestalten.

„Es war die erhoffte, aber auch die erwartete Reaktion“, sagte TuS-Coach Martin Wild nach dem Handball-Fest vor knapp 600 Zuschauern im Pantherkäfig. „Die Jungs haben ein tolles Spiel abgeliefert“, befand der Übungsleiter. Von Beginn an wirkten die Brucker höchst konzentriert, ließen kaum Chancen zu und agierten vor dem Tor wieder deutlich sicherer als in den vergangenen beiden Partien. Der Lohn: eine 6:2-Führung.

„Danach hatten wir etwas schwächere zehn Minuten mit ein paar Fehlern drin“, sagte Wild. Doch es sollte die einzige Schwächephase bleiben. Pünktlich vor der Halbzeit fanden die Panther ihre Krallen wieder und schossen eine 20:14-Pausenführung heraus. „In diesen zehn Minuten vor der Pause war wichtig, dass wir von +1 auf +6 weggekommen sind“, sagte Wild.

Im zweiten Durchgang dominierten seine Spieler die Gegner dann beinahe nach Belieben. Sebastian Allmendinger zeigte im Tor ein überragendes Spiel und nahm den Oftersheimern mehr als nur einen freien Wurf weg – in einer Phase waren es sogar drei Glanzparaden in Folge. In der Offensive konnte vor allem das Rückraum-Dreigestirn um Sebastian Meinzer, Alexander Leindl und Kapitän Yannick Engelmann fast nach belieben schalten und walten. Am Ende erzielte das Trio zusammen mehr als die Hälfte aller Panthertore – nämlich 21.

Den Sieg nur auf diese vier Spieler zu reduzieren, würde aber der starken Mannschaftsleistung nicht gerecht werden. Auch Wild befand: „Alle sechs Rückraumspieler haben heute ein gutes Spiel gemacht.“ Und auch die restlichen Akteure zeigten unbändigen Einsatz. Beispielhaft dafür mag eine Situation gelten, als sich die Brucker nach einem Fehlwurf bereits wieder in der Defensive wähnten. Aber Tobias Prestele hatte etwas dagegen, hechtete dem Ball in den gegnerischen Torraum hinterher und schlug ihn wieder zurück in die eigenen Reihen.

Nur ein weiterer Beleg dafür, dass die Mannschaft auf Wiedergutmachung aus war. „Direkt nach der Niederlage in Kornwestheim war schon in der Kabine zu merken, dass die Jungs unzufrieden sind“, sagte dann auch Wild. „Schon da haben sie sich auf Kornwestheim eingeschworen.“ Mit Erfolg!

Panther: Luderschmid, Allmendinger 1; Prestele 2, Riemschneider 4/3, Scheerer 2, Schell, Link 3, Engelmann 6, Meinzer 7, Riesner 2, Hlawatsch 2, Silvestri 4, Leindl 8, Huber

Andreas Daschner