– 24:30 (14:12) Heimniederlage gegen HBW Balingen-Weilstetten II und Verlust der Tabellenführung –

Es hätte das perfekte Wochenende für die Mannschaft und den Trainer werden können. Mit einem Sieg hätte sich die Mannschaft mit der alleinigen Tabellenführung belohnt und zudem ihrem Trainer Martin Wild auch ein schönes Geburtstagsgeschenk für seinen heutigen Geburtstag – die besten Glückwünsche auch auf diesem Weg – bescheren können. Dazu hätte es aber einer besseren Leistung bedurft und vor allem einer wesentlich besseren Chancenverwertung. Die verständliche Enttäuschung über die Leistung seines Teams merkte man Trainer Martin Wild bei der Pressekonferenz deutlich an und bemängelte vor allem, dass die sich bietenden Gelegenheiten nicht genutzt wurden. Er sprach von gefühlten 15 sogenannten „100%igen“ Torgelegenheiten und lag damit ganz sicher nicht weit weg von den tatsächlichen Gelegenheiten, die sich aus der Statistik ergeben.

Es entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel, in dem beide Abwehrreihen dominierten. So konnten die Pantherfans bis zur siebten Minute erst zwei Tore bejubeln. Technische Fehler und schon in der Anfangsphase nicht genutzte Gelegenheiten führten dazu, dass die Gäste bis zur 18. Minute und dem 7:8 auch immer in Führung lagen. Nach der Auszeit drehte sich das Bild und unserem Team gelangen drei Tore in Folge zur 11:8 Führung. Trotz einer nicht berauschenden Angriffsleistung konnte die Mannschaft um Kapitän Yannick Engelmann eine 14:12 Führung in die Pause nehmen.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten die Gäste, glichen schnell aus und konnten in der 37. Minute sogar mit 17:18 in Führung gehen. Während zuvor Zeitstrafen genutzt oder relativ unbeschadet überstanden wurden, kann man die Zweiminutenstrafe für den HBW vielleicht als Knackpunkt im weiteren Spielverlauf sehen. Es ist nicht so, dass es die zwei Tore der Gäste gewesen wären, die nach dem 19:19 Zwischenstand zur 19:21 Führung führten, sondern dass die sich bietenden Chancen auf unserer Seite nicht genutzt wurden. Alexander Leindl gelang in der 43. Minute zwar der 20:21 Anschlusstreffer, dem aber bis zur 56. Minute nur noch ein weiterer folgen sollte. Ohne die sehr gute Leistung des Balinger Torhüters zu schmälern, durfte schon erwartet werden, dass Bälle ohne gegnerische Behinderung im Tor untergebracht werden. Wenn es nur die Hälfte der sich bietenden Gelegenheiten gewesen wären, hätte das Spiel sicherlich auch einen anderen Verlauf nehmen können. Es ist aber kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung, da uns die Weltmeisterschaft gezeigt hat, dass es auch Nationalspielern so ergehen kann, wenn plötzlich das notwendige Selbstvertrauen schwindet, weil der Ball einfach nicht ins Tor will. Zu dem Zeitpunkt, als Alexander Leindl mit seinem fünften Tor den 22sten Treffer erzielte war das Spiel eigentlich entschieden, weil die Gäste mit drei Toren in Führung lagen. Mit einer offenen Manndeckung erfolgte die letzte taktische Maßnahme, was aber nicht zum gewünschten Erfolg führte.

Mit einem Blick auf die Tabelle ist eigentlich nichts passiert, weil unser Team immer noch auf Platz zwei liegt. Wie angeführt wurde angesichts der noch sehr schweren Auswärtsspiele bei den unmittelbaren Konkurrenten um die Plätze eins bis vier eine große Chance verpasst. Die Köpfe hängen zu lassen ist aber nicht angesagt, da man gegen ein sehr gut aufspielendes HBW-Team nicht chancenlos war. Erinnern sollte man sich an die gegen eine homogene Abwehr herausgespielten Chancen. Wenn man dem Torhüter dann auch noch in die Augen schaut, wie es Nationaltrainer Alfred Gislason nach der Niederlage seines Teams gegen Norwegen angesichts der vergebenen Chancen vom Wurfkreis ausdrückte, könnte es mit einem Überraschungserfolg in Kornwestheim, ähnlich wie in Pfullingen, klappen.

Tor:  Michael Luderschmid, Sebastian Allmendinger,

Alexander Leindl (5), Yannick Engelmann (3), Florian Scheerer (2), Manuel Riemschneider (1/1), Cedric Rießner (2), Marco Silvestri (2), Gianni Huber, Tobias Prestele, Johannes Stumpf (4/1), Jonas Link (2), Philipp Hlawatsch, Sebastian Meinzer (3),