Mühevoller 31:28 (20:17) Erfolg über den TV Willstätt

Wenn Trainer Martin Wild bei der Pressekonferenz nur das Ergebnis wohlwollend zur Kenntnis nimmt und sonst fast keine lobenden Worte für das Spiel findet, sagt das einiges zur Leistung seiner Mannschaft aus. Durften die Fans in der ersten Halbzeit mit der Angriffsleistung mehr als zufrieden sein, zeigte sich die Abwehr überaus löchrig, was die Gäste dankend annahmen. In der zweiten Halbzeit zeigte sich die Abwehr wesentlich stabiler. Dafür hakte es aber im Angriff und nur elf Tore sind ein kleiner Beleg dafür.

Von Beginn an boten beide Teams den rund 450 Zuschauern ein tempo- und abwechslungsreiches Spiel und es war nicht erkennbar, dass der Tabellenführer gegen den Tabellenletzten spielte. Irgendwie erinnerte der Spielverlauf die Pantherfans an das Spiel gegen den VfL Pfullingen am fünften Spieltag, als immer die Mannschaft in Führung lag, die ihre Chancen nutzen konnte. So war es auch gegen den TV Willstätt. Unser Team legte vor und Willstätt glich aus. Ein verworfener Ball und Willstätt ging in der 5. Minute mit 3:4 in Führung. Nach dem 7:7 konnte Felix Kerst mit dem 8:7 in der 10.Minute wieder die Führung erzielen. Bis zum 15:15 in der 24. Minute hieß es Führung und Ausgleich. Zwei technische Fehler der Gäste konnten zum 18:15 genutzt werden. Der Dreitorevorsprung hatte Bestand bis zum 20:17 Halbzeitstand.

Die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit weckten die Hoffnungen der Pantherfans dahingehend, dass mit einer stabileren Abwehr und der gleichen Angriffsleistung relativ schnell eine Vorentscheidung herbeigeführt werden könnte. Drei eigene Tore in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit und nur ein Gegentor nährten nach dem Fünftorevorsprung die Hoffnung. Drei Tore innerhalb einer Minute brachten die Gäste aber wieder ins Spiel und weckten ihrerseits die Hoffnung, dass beim Tabellenführer eine Überraschung möglich ist. Obwohl der Angriff stotterte, stabilisierte sich die Abwehr mit Ivan Bilic als Rückhalt. Unser Team nahm auch das eine und andere Gastgeschenk in Form eines technischen Fehlers an. Nach 46 Minuten führten wir mit 30:24 und die Pantherfans glaubten ihr Team auf der Siegerstraße. Offensichtlich war auch die Mannschaft um Kapitän Yannick Engelmann dieser Meinung, was sich als fast Fatal herausstellen sollte. Ganze elf Minuten blieb der Panther-Angriff ohne Torerfolg. Dass die Gäste daraus kein Kapital schlagen konnten lag vor allem an Torhüter Ivan Bilic. Der musste in diesen zehn Minuten nur zwei Gegentreffer hinnehmen und verhinderte mit sehr guten Paraden schlimmeres. Unter anderem blieb er Sieger bei drei Steilangriffen der Gäste. In der 58. Minute konnte Felix Kerst mit einem Siebenmeter den vorentscheidenden Treffer zum 31:28 erzielen. In den letzten beiden Minuten fielen keine Tore mehr, so dass ein weiterer Erfolg verbucht werden konnte. Auch wenn sich die Handballfans ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel gewünscht haben, sollte es aus „Panther-Sicht“ doch ganz anders verlaufen.

Sei‘s drum! Auf dem Konto wurden zwei wichtige Punkte verbucht und der Mannschaft dürfte ins Bewusst sein gerückt sein, dass kein Team der 3. Liga unterschätzt werden darf, egal auf welchem Tabellenplatz der Gegner steht. Wir sind uns sicher, dass dies Trainer Martin Wild in seiner ruhigen und sachlichen Art bei der Vorbereitung auf das Spiel bei der SG Köndringen/Teningen am kommenden Samstag ansprechen wird. Die spielerischen Vorteile liegen sicherlich bei uns. Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass die Panther auf ein Team stoßen werden, das um seine Chance kämpfen wird und wenn dazu auch noch die eigenen Fans kommen, kann eine Leistung wie gegen Willstätt auswärts vielleicht zu einer Niederlage führen.

Viel Erfolg in Südbaden und wir freuen uns schon jetzt auf das Heimspiel am 12.11.2022 gegen die TSB Heilbronn-Horkheim. Dann hoffentlich weiterhin als Tabellenführer.



Für den TuS spelten

Tor:, Ivan Bilic, Sebastian Almendinger

Alexander Leindl (6), Marco Silvestri (3), Philipp Hlawatsch, Sebastian Meinzer (6), Felix Kerst (5/4), Yannick Engelmann (1), Jonas Link (2), Johannes Stumpf (4), Valentin Schell, Julian Prause (2), Florian Scheerer (1), Manuel Riemschneider, Gianni Huber (1),