Die Panther haben die Tabellenführung gefestigt. Mit einem überzeugenden 39:31 (20:14) gegen den Tabellenvierten Kornwestheim liegen sie nun zwei Punkte vor Pfullingen. Die Baden-Württemberger hatten bislang theoretisch die Nase vorn, da sie das direkte Duell mit den Bruckern gewonnen hatten. Nun haben sie aber gegen Leutershausen Federn gelassen, während die Panther forsch weiter marschieren.

Vielleicht die Schlüsselszene des Spiels spielte sich bereits in der elften Minute ab. Bei einem Abwehreinsatz kam Alexander Leindl hart zu Fall. Schuld war ein Schubser von Kornwestheims Abwehrchef Hendrick Schoeneck. Die Unparteiischen ließen sich offenbar davon beeindrucken, dass Leindl behandelt werden musste – und gaben Schoeneck die rote Karte.

„Zwei Minuten hätten es auch getan“, befand Gästecoach Alexander Schurr. Eine Meinung, die auch Wild teilte: „Das war auch aus meiner Sicht keine rote Karte.“ Auf jeden Fall zeigten sich die Gäste vom Ausfall ihres Defensivspezialisten geschockt. Unmittelbar danach zogen die Panther von 5:4 auf 7:4 davon. Nach rund einer Viertelstunde folgte eine weitere starke Phase der Brucker, in der sie auf 15:8 davonzogen.

„Von da an hat sich abgezeichnet, in welche Richtung das Spiel gehen würde“, sagte Wild. Nämlich für die Panther mit Vollgas nach vorne. Einmal mehr überzeugten sie dabei offensiv. Die bis dahin beste Abwehr der Liga fand ohne Schoeneck keine Mittel, die Panther zu stoppen. Allen voran glänzte einmal mehr Felix Kerst mit insgesamt zehn Toren, davon ein Siebenmeter. Aber auch Sebastian Meinzer und Alexander Leindl bestätigten ihre seit Wochen gute Form.

Und die Abwehr? Auch mit der war Wild am Ende zufrieden – trotz der 31 Gegentore. „Wir wollten die Defensive stabilisieren“, sagt er. „Und das ist uns über weite Strecken vor allem in der ersten Halbzeit auch gelungen.“ Mit großem Einsatz ließen die Panther den starken Kornwestheimer Angreifern um Felix Kazmeier und Peter Jungwirth keinen Raum. Die beiden Torjäger kamen jeweils auf nur drei Treffer. Beide trafen dabei jeweils nur einmal aus dem Feld und mussten für ihre weiteren Treffer je zwei Siebenmeter bemühen.

Und so konnte Wild am Ende ein äußerst positives Fazit ziehen, und musste das kleine Haar in der Suppe fast schon suchen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung“, sagte er. „Auch wenn am Ende die Spannung etwas verloren ging.“

Panther: Luderschmid, Bilic; Prestele, Riemschneider 4, Schwagerus, Scheerer 3, Prause, Schell 2, Stumpf 2, Link 2, Engelmann 4, Kerst 10/1, Meinzer 6, Hlawatsch, Leindl 5, Huber 1

Andreas Daschner