Die Sensation ist perfekt: Die Panther haben Zweitligist Würzburg in der ersten Runde des DHB-Pokals aus dem Wettbewerb geworfen. Mit 25:24 (12:13) behielten sie in einem spannenden Krimi die Oberhand. Dabei spielten die Wölfe aus Franken alles andere als schlecht. Aber die Panther durften am Ende jubeln.

Überglücklich war Brucks Coach Martin Wild nach dem Husarenstück. „In meinen Augen haben wir ein wirklich geiles Handballspiel gesehen“, sagte er. Zwar liefen noch nicht alle Spielzüge rund, und auch im Abschluss gibt es noch Potenzial nach oben. Für Ende August seien aber beide Teams schon recht weit. „Vor allem Intensität, Bereitschaft und Tempo waren auf beiden Teams auf allerhöchstem Niveau.

Für Wild konnte es auch keinen besseren Start geben, um den Fans im Pantherkäfig die Neuzugänge vorzustellen. Spielmacher Jonas Link war mit neun Treffern nicht nur der beste Torjäger des Spiels. Er erzielte auch das Siegtor zum 25:24. Im Tor überzeugte Ivan Bilic mit einer Abwehrquote von beinahe 45 Prozent – ebenfalls Bestwert. Auch Manuel Riemschneider überzeugte, Youngster Florian Scheerer deutete an, dass er einmal Abwehrchef werden kann. Und Johannes Stumpf haute sich nach einem Jahr Pause rein, als sei er nie weg gewesen, und erzielte zwei Tore.

In der Vorbereitung war Wild noch nicht ganz zufrieden mit den Abläufen im Spiel. Gegen Würzburg aber hätte die Mannschaft gezeigt, „dass sie den Schalter umlegen kann“. In einem ausgeglichenen Spiel, in dem am Ende Kleinigkeiten entschieden, zeigten sich die Panther nervenstark. Nach dem 25:24-Treffer von Link arbeitete die Abwehr hart und sicherte sich auch Dank Bilic den sensationellen Sieg.

Bei aller Freude hat Wild aber auch das eine oder andere Rädchen gesehen, das es vor dem Ligastart am kommenden Wochenende gegen Baden-Baden noch zu ölen gilt. „Wir haben da sicher noch Arbeit vor uns.“ Auch dürfe die Mannschaft nicht zu euphorisch werden. „Richtig ernst wird es erst nächste Woche“, sagte Wild mit Blick auf das Baden-Baden-Spiel.

Erst einmal dürfen die Panther nun aber ihren Erfolg gegen einen Zweitligisten genießen. Und sich auf eine weitere Pokalpartie freuen. Wer der Gegner sein wird, stellt sich bei der Auslosung im September heraus. Wild: „Wir hoffen natürlich auf ein schönes Los.

Panther: Luderschmid, Bilic, Link 9, Huber, Leindl 3, Hlawatsch, Meinzer, Kerst 4/2, Engelmann 2, Stumpf 2, Prause 2, Prestele, Riemschneider 2, Scheerer, Schell, Silvestri 1

Andreas Daschner