Obwohl sie selbst bereits als Absteiger feststehen, taten die Panther in Emsdetten noch einmal alles, um den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga spannend zu halten. Am Ende mussten sie sich in einem Krimi aber trotz großen Kampfes mit 34:36 (12:16) geschlagen geben.

„Wir haben nochmal bewiesen, dass wir kämpferisch top sind und dass wir uns nicht haben hängen lassen“, lobte Coach Martin Wild seine Truppe nach der Partie. Das mussten auch die Gastgeber anerkennen. Die Emsdettener Moderatoren der Internet-Übertragung sprachen jedenfalls von einem glücklichen Sieg ihrer Mannschaft.

Dabei sah es zwischenzeitlich so aus, als ob der Erfolg der Gastgeber nur noch Formsache sei. Die Vier-Tore-Führung zur Pause sah Wild zwar als zu hoch an: „Wir waren ebenbürtig, haben aber ein paar freie Würfe liegen lassen.“ Doch nach einem Brucker Zwischenspurt nach dem Seitenwechsel zum 17:18 zog Emsdetten mit vier Toren in Folge davon.

Dem Rückstand liefen die Brucker dann auch ein wenig hinterher. Was sich aber in der letzten Viertelstunde der Partie abspielte, machte Wild nach eigener Aussage richtig Spaß, während es den Emsdettenern wohl eher den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat.

Wie schon öfter in dieser Spielzeit bewiesen die Panther, dass sie auch in scheinbar aussichtslosen Situationen nicht aufgeben. Zudem wollten sie sich offenbar nicht dafür schelten lassen, den Abstiegskampf mit mangelndem Einsatz mit entschieden zu haben. Stattdessen zeigten sie vor den 500 lautstarken Zuschauern eine starke Reaktion. „Wir haben die Zweitliga-Atmosphäre noch einmal richtig aufgesogen“, sagt Wild.

Als Johannes Borschel in der 51. Minute die Brucker Führung zum 29:28 gelang, schienen die Gastgeber richtig nervös zu werden – alle, bis auf einen. Am Ende war es Emsdettens Torhüter Konstantin Madert, der mit einigen Glanzparaden in den Schlussminuten doch noch den Sieg der Hausherren festhielt. Trotzdem sagte Wild: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, das war ein sehr gutes Spiel.“

Andreas Daschner