Am kommenden Samstag, den 17.09 kommt es in Pfullingen zum direkten Aufeinandertreffen der beiden top-gestarteten Teams der 3.Liga Süd. Der heimische VfL Pfullingen (2.) empfängt den aktuellen Spitzenreiter – den TuS Fürstenfeldbruck – zum Spitzenspiel. Anpfiff in der Kurt-App-Halle ist um 20.00 Uhr.

Beide Mannschaften sind optimal mit 4:0 Punkten in die neue Saison gestartet. Nur eine von vielen Gemeinsamkeiten beider Teams. Tatsächlich ähneln sich Teamphilosophie und Konzeption auffallend. Kaum ein Spieler beider Mannschaften ist älter als 25 Jahre alt, beide Teams leben von Teamgeist, Fitness, Tempohandball und Emotionen. Ähnlich wie die Panther dürfen sich auch die Handballer aus dem 40 Kilometer südlich von Stuttgart gelegenen 18.000 Einwohner Städtchen regelmäßig über eine große Fan-Unterstützung freuen. Letztes Jahr strömten im Schnitt fast 900 Zuschauer in die traditionsreiche Kurt-App-Halle.

Dort wurde zwischen 2002 und 2006 in der 1.Bundesliga – im letzten Jahr unter dem Namen VfL Pfullingen/Stuttgart gespielt. Am 22. Juni 2006 zog die VfL Pfullingen Handball Bundesliga GmbH & Co.KG nach dem Erstliga-Abstieg ihr Team aus der 2. Bundesliga Süd zurück und meldete gleichzeitig beim Amtsgericht Tübingen Insolvenz an. Anschließend startete der Verein in der Württembergliga, in der bisher die 2. Mannschaft aktiv war. Die Handballabteilung des VfL Pfullingen hat sich in den letzten Jahren durch eine konsequente Jugendarbeit (Jugendspielgemeinschaft JSG Echaz Erms mit dem TV Neuhausen) stetig wieder nach oben entwickelt, die Erste Mannschaft  ist in der Saison 2014/2015 als Meister der BW-OL in die 3.Liga aufgestiegen und belegte dort im ersten Jahr auf Anhieb einen ungefährdeten Mittelfeldplatz.

Einen Unterschied gibt es dann allerdings doch. Während die Panther gewohnt offensiv verteidigen, agieren die Württemberger in der Regel aus einer (allerdings offensiv interpretierten) 6:0 Grundordnung. VfL-Trainer Till Fernow hat Respekt vor der Panther-Defensive: „Der Spitzenreiter aus Fürstenfeldbruck spielt einen schnellen und dynamischen Handball. Bisher haben wir uns gegen offensiv deckende Teams immer sehr stark präsentiert, aber mit Fürstenfeldbruck kommt die beste 3:2:1 Deckung in die App-Halle, die ich seit langem gesehen habe“. „Sie stehen also verdient dort oben in der Tabelle, auch wenn diese natürlich noch keinerlei Aussagekraft hat. Eine schöne Momentaufnahme ist es für beide Teams und so treffen zwei Teams aufeinander, die vor Selbstvertrauen strotzen. Wir sind bereit für den Fight und werden alles geben um die zwei Punkte wieder in Pfullingen zu behalten und weiter die weiße Weste zu wahren“ So Fernow weiter.

Wer sich mit zum „Derby“ auf die kürzeste Auswärtsfahrt (!) ins 200 Kilometer entfernete Pfullingen machen will, hat dazu die Chance im Mannschaftsbus mitzufahren. Abfahrt ist um 15.00 Uhr auf der Lände.